re Nippen, welche gegen die Spitze zu zusammen laufen, keinen Geruch, aber einenscharfen schleimigen, bitterlichen, gelinde zusammenziehenden Geschmack, und sind über-haupt den Blättern des Wegerichs (kianwzo) ähnlich, nur um vieles zarter undfeiner. Die Blumen sind, in Vergleichung mit der übrigen Pflanze, klein, aberdesto zahlreicher, doch auf jedem Blumenstiele immer nur eine einzige; si< haben sechsStaubfäden und ungefähr zwanzig Staubwege mit einfachen Griffeln; ihr Kelch bestehtaus drey eckigen abgesonderten Blanche«, und bleibt an der künftigen Frucht. DieBlumenkrone hat, ehe sich die Blume ganz öffnet, eine rosenrothe, späterhin einemehr weißliche Farbe ; sie fällt bald ab, ist im Umrisse kreisförmig, und besteht ausdrey rundlichen Blumenblättchen. Jede Blume hinterläßt zwölf bis zwanzig trockeneund länglichte Samnenkapseln, deren jedes nur einen Säumen enthält, und welche allezusammen ein stumpf dreieckiges Köpfchen bilden; sie sitzen gemeinschaftlich auf derSpitze des Blumenstiels auf, und sind in drey Zirkelschnitte abgetheilt.
Diese Pflanze äußert schon beym Verkosten eine beträchtliche Schärfe, beynahewie der Sumpfhahnen fuj: (I^nuucnlug ^laminula), wodurch sie schon denVerdacht einer schädlichen giftigen Beschaffenheit auf sich ladet. Sie ist dem Viehe, undvorzüglich den Pferden, wenn sie davon genießen, nachtheilig; und einer Nachricht zu-folge, die uns M. Fabregow ') hinterlassen hat, brachte ihr Genuß dem Hornvie-he und andern Thieren den Tod. — Die Schafe lassen diese Pflanze auf Weiden un,berührt stehen, und nur die Ziegen sollen sie, wie man behaupten will, ohne Nachtheilgenießen. — Die Bienen holen sich von den Blüthen viel Stoff zu Wachs undHonig.
In der Heilkunst kann der Wasserwegcrich als ein blasenziehendes Mittel ge-braucht werden; denn seme Schärfe ist so stark und mächtig, daß wenn das frischeKraut roh und bloß gestampft, äußerlich auf die Haut gelegt wird, vorzüglich anStellen, die mit einer wässerigen Geschwulst behaftet sind, nack einer Zeit Blasen ent-stehen, durch die eine Menge Feuchtigkeit ausgeleert werden kann. — Auch innerlichgebraucht soll er, da ihm einige Aerzte zusammenziehende und fühlende Kräfte zuge»schrieben haben, nützlich senn, und besonders in Hemorrhoidal-Beschwerden wohlthäti»ge Wirkungen äußern. Allein, nicht nur daß uns hierüber zuverlcißige Beobachtung?»fehlen, sondern noch überdieß, wenn wir seine ihm eigenthümliche Schärfe in Betrach,tung ziehen, so wird man mit Recht, an diesen gerühmten Eigenschaften zu zweifeln,die gegründeste Ursache haben; und Hr. Gmelin glaubt: daß bloß die Aehnlichkeit i>5
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