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mit einem lockern Strauß, welcher auch durch einen sanften Wind leicht in eine schwan,kende Bewegung gesetzt wird, daher die Namen Windähre und Windhalm entstandensind. Die einzelnen Blümchen sind klein, schmal, glänzend, mit einer langen ge,raden und steifen Granne versehen, und haben anfänglich eine grüne, späterhin einebraunroche Farbe.
Diese weniger schätzbare Grasart wächst auf den Aeckern sehr häusig und ist alsein lästiges Unkraut hinlänglich bekannt, denn besonders in feuchten Jahren undauf tief liegenden Gegenden, wird das Getreide oft ganz davon überzogen, und in sei-«em Wüchse gehindert. Zur Fütterung taugt sie nicht sonderlich, indem ihreHalme ziemlich hart sind, so daß sie nur in ihrer Jugend, ehe noch die Blüthenri-spen hervorkommen, von dem Viehe genossen werden kann, im Alter aber ist sie ganzungenießbar. Das große Vieh scheint übrigens an dem Ackerstraußgras so ziemlich Ge,schmack zu finden; die Schafe hingegen übergehen es gern; inzwischen, wenn die Thie,re selbes häusiger genießen, so macht es ihnen das Zahnfleisch wund, so daß sie dannalle Fceßlust verlieren. — Hr. KalmZ) räch zwar, der vermeinten Heunußung wegen,den Anbau dieser Grasart: allein aus dem jetzt Angeführten wird man leicht einsehen,wie wenig Vortheil sich davon versprechen läßt, und daß die zuvor abgehandelte beyweitem den Vorzug verdienet.
Was die fernere Benutzung der Windähre betrifft, so werden aus dentrockenen Halmen derselben Strohteller, Strohhüte und andere Arbeiten der Art gefloch-ten ; und wenn man die äußersten kleinen Aehren derselben eine kurze Zeit in Wasserabsiedet, und irgend ein Zeug darin einweicht, so erhält dasselbe eine hell - oder gelb,grüne Farbe: es scheint daher, daß diese Aehren des Ackerstraußgrases eben so, wie dieBlüchenrispen des gemeinen Rohres (^,runäa pkragmites) in der Färbe-rs» zum Grünfärben der Wolle gebraucht werden könnten 4),
3) Schwedische Abhandl. VII. Band Seite 66o.
4) Ebmd. schwed. Abba»dl. v. d. I. »745. Seite 254.