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sten Colikschmerzen, Zittern der Gliedmassen, Wahnsinn, Ohnmächten, Zuckungen imGesichte und den Schlagfiuß darauf erfolgen. — Da nun dieser giftige Hirschlingnut dem schon beschriebenen eßbaren Reizikcr sehr viele Aehnlichkeit bat, und zwischenbcyden leicht eine Verwechselung Statt finden kann, so hat man sich beym Einsammelnwohl in Acht zu nehmen, um beyde gehörig von, einander zu unterscheiden, und dieseswird durch die Vergleichung ihrer charakteristischen Beschreibungen, vorzüglich aberdurch den auffallenden unterscheidenden scharfen Geschmack des giftigen Hirschlings,leicht geschehen können.
Als Varietäten dieses Blätterschwammes zeichnen sich hauptsächlich folgende«ins: Großer dunkelbrauner Reizker, dessen Hut einen ausgehöhlten Wirbelund auswärts gebogenen Rand hat, übrigens aber an seiner Oberstäche mit verschiedenenbald blassern bald dunklern, abwechselnoen, ziegelfarbigen Zirkeln bezeichnet, an der un-tern Fläche hingegen, an seinen Blättern uno seinem Strünke ganz weiß ist. In Böh,men ist er unter den deutschen Namm Tannenschwamm und Giflhii sch ling(Böhmisch Owczj Hrzizecz), bekannt. Man findet ihn öfters an den Wurzeln derTannen, auf großen und moosigen Bergen, in den zwen letzten Sonnnermonaten;manchmal trifft man ihn auch an moosign Erlenbäumen, Birken und Buchen. Er istgiftig. — Tobten der Blätterschwa mm (der eigentliche /^gnricug Aeciltoi- desBulliard); er hat einen volle« Strunk, einen uinbei braunen Hut, der am Wirbel con-centnsch gestreift, am Ranoe aber unter sich gebogen und faserichl ist, die Blättchenfind an Farbe blasser, und er enthält einen weißen Milchsaft. — Herr GmellnH»)rechnet, die von Hrn. Vicat beschriebenen gelben Pfifferlinge (lH:sn!^iZi:ansjaunes, auch Or<,„HH5 ooer Orougeg) H9), ebenfalls als eine wahrscheinliche Varietätdes giftigen Hirschlings hierher.
^<^tt!(^3 VIOI^c^I, veilchenblauer VlättersHwamm; oder strunk-
ichter Blätterschwamm, dessen Hut rissig ist, uno einen violetten filzigen Rand hat:dessen Strunk bläulich, und mit einer rostfarbigen Wolle überzogen ist. (/^Äricuz liipi-t2tU3 liilea rimul'u, mar^ine viol<rceci toruenrolu, stielte coerul^scentL ^auaferrugilleZ.) — Man sehe die 2H». l). Tafel.
Er heißt auch: Violettschwamm; violetter Blä'tterschwamm.- blauer Schwamm;veilchenblauer Fleischschwamm ; Spinnwebensckwamm. — tat. ben lamark ^lNÄnita,»rÄneusa; bey Bulliard ^A2licnZ argnenlu3 viol^cs^g; bcy Host ^,^2ricu5 l^»Ä-
H«) Allgemeine Geschichte der Pflanzengifte, neue Auflage, Seite 646.
z?) Uilioilt: 6e« p!»nte« vcneneule« äe I» Luiü'e, ^»r Vicat. A>eräun 1776.
Seit« 355.