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pfens erspart, und es werden die Kosten beym Bierbrauen vermindert werden. Gegen-wärtig ist auch bey uns inOest er reich die Calmuswurzel wirklich, als ein von derlandesobrigkeil authorisirtes H opfensurr ogat, beym Bierbrauen im Ge--brauche. — Uebrigens kann diese Wurzel noch in der Küche bey verschiedenen Speise-zubereitungen anstatt der geringeren auslandischen Gewürzgaltungen gebraucht werden, undsie kann den Ingwer, Pfeffer u. s. w. einigcrmassen ersetzen.
Von den Blättern dieses Gewächses weiß man bis jetzt keinen auszeichnendenGebrauch zu machen, und auck das Vieh frißt s,e auf den Weiden nicht. Aus dieser Ur-sache wollen auch einige landwirthe, daß man den Calmus auf den Wiesen, wo er allen-falls gefunden würde , ausrotten soll; allein da seine Blätter, wegen ihrer auffallendenGestalt, woran sie ßck von den Blättern anderer Futterkräuter so merklich unterscheiden,nie, auch nur bei) einer geringen Aufmerksamkeit, unter das Heu gebracht werden können:so hat man gar keinen Grund ihn von den Wiesen gänzlich auszurotten; um so mehr, da,wie wir so eben gehöre haben, der Gebrauch der Wurzel so mannigfaltig ist, und sie nochüberdies? eine guteMastung für das Schweinvieh abgeben soll, was man in Gegenden, in wel-chen ein Ueberfiuß von diesem Gewächse vorhanden wäre, allerdings auch versuchen könnte.
Allcs, was wir gegenwärtig von dcm Nutzen und der Anwendung der Calmus-wurzel gesagt haben,betraf die bey uns als gemein vorkommende erste Varietätl^coi-li.«vulgaris); man hat aber auck noch eine zweyte Spiclart, die unter dem Namen : ostin-dijcher Calmus oder indianisches Rohr (^curuzveruä) bekannt ist. Diese heißt bey Her-mann /^coi-us ÄliaticuZ, liicli^e leimiole; bey Ru m p f^corum; bey Boerh aave ^-cnrus verus, live c^lamus Ärom^ticuI «fficiliÄrmn ^kiaticus, raclics tenniore;beyandern Schriftstellern noch :»^tllamu8 ^rumatioug veru8,(üalamu5 ncloi-atug inclicus,(^gli!mu5 5lex5nclrinu8, ^cui-U3 inclicnz. — Franz. I'^ooruz cles In6e3 ou Äf!irti<^ue,la VIllolnl)e;I n Malabar Wseinbu ; in C e y l a n V^xumKa ; inIava Der^nZa ;inJapan nach ThunbergKruva lodu; bey den Brachmanen Lembi, in Acgypten(^Älladel, Lamira.
Diese Varietät der Calmuswurzel, welche auf nassen morastigen Ge-genden in Ostindien und Westindien gesunden wird, kommt beynahe ganz mit der unsri,gen einheimischen überein, und ist ebenfalls ausdauernd. Der ganze Unterschiedbesteht darin, daß sie durchaus etwas kleiner, dünner und zärccr als die unsrigc ist; siehat ferner einen lieblicheren Geruch als die deutsche, und einen angenehmer« stärker bit-tern Gewürzgesckmack. — Wir bekommen diese ausländische Wurzel unter den verschiede-nen zuvor aufgezählten Benennungen aus Indien und Aegyprcn, beständig in einem tro-ckenen Zustande, m kleinen zwey bis drey Fuß hohen und leicht zerbrechlichen Bünden,Die Indianer pflegen ihre Fiscke und das Fleisch damit zu würzen; in Acgypten gebrauchtman sie wider den Husten. Bey uns kam sie vorhin häusig, aber heut zu Tag nur äußerl«
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