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sei, wir, daß sie nicht mehr so stark wirkt, wenn sie getrocknet, als wenn sie noch frischist; nicht mehr so stark, wenn sie schon Stengel und Blumen getrieben, oder wohl garschon Saamen angesetzt hat, als da sie kaum saftvoll aus der Erde hervorsproßte; undendlich, daß durch das Kochen oder Ausdunsten über dem Feuer, wo viele ihrer stüchtirgen Bestandtheile verloren gehen, und durch das Hinzuthun von fetten Substanzen, ihreätzende Schärfe sehr gemildert und ihre giftige Eigenschaft geschwächt wird. Die Cultuvscheint auf ihre Kräfte keinen großen Einstuß zu haben: denn sowohl die wildwachsendenals die in Garten gezogeneu Pflanzen äußerten, wie aus einigen Bcyspielen erhellet, gleichschädliche Wirkungen.
Der Nutzen und Gebrauch dieses Gewächses erstrecket sich vorzüglich nur«ufdie Heilkunst. Das frische Kraut auf die Haut gelegt, zieht Blasen, und zu denZeiten eines H e llmont und Herkules a Saronia wurden oie zerquetschten Blät-ter auf diese Art äußerlich in der Pest gebraucht. Die frische Wurzel dienet wie einHaarseil bey Pferden und dem Rindviehe. Auch den innerlichen Gebrauch der Wurzel em-pfahl Stahl den Thierärzten als ein treffliches Mittel gegen den Wurm der Pferde;und m.mche Afterärztc waren verwegen genug, sie bis zu einem halben iolh den Menscheninnerlich zu verordnen. — Herr Baron von Scörk ") fand in dem Safte desKrauts, den er über einem gelinden Feuer so dick als ein Extrakt einkochen ließ, und zuwenigen Granen, meistens in Verbindung mit Zucker, gab, ein wirksames Mittel gegenarthritische und andere Krankheiten, deren Grund in einer Verstopfung der kleinen Ge-fäße und Drüsen zu suchen ist. Diese Heilkräfte wurden noch durch die Beobachtungenanderer Aerzte bestätiget, von denen ick nur einen Co llin'Z), Gesner'4), An-dree'i). Reinhold >s) «„d Baldinger '7) nennen will. — Auch Kampfer fanddie Essenz, die er mit Weingeist aus den getrockneten Blättern bereitete, als ein herr-liches Arznenmittel in der Gicht und den Verhärtungen der Drüsen, lleberhaupt abe?wird dieses Gewächs und seine Präparate so wie das N ap ell enrr aut (^. ^axel»
>«) I^idelluZ, Huo clemonliratur: 8rranic>nium, r^olciainum, Aconitum nou s</lum tu-ro polle exliideri ulu intern» etc. Vinllobon^e 17«^, 3- lind ^icileZium oblerv^lio,num cle'^conilu, TrlanZ >78<>. ö-
'I) Oblerv. in lnordiz acut, et chronic, filct» Vol. I!. ait. II.
'4) Sammlung von Beobachtungen ans der Arzneywisscnschaft und Naturkunde,!. Th. S. ig..
>5) Dill'. <le u^u lalutari extracri ^coniU in alliiriti^le, r^rael, Loelimer. tial^e 1765. F»
16 1).!?. cle ^conitc, ^gpello. ^rgenwr. ,7ÜY. 8.
»7) I'i^imacci^cieÄ ^llindur^. HllditHmeMis ^uota, Llem. 1776.