»K
^ c7 c? ^v ^ ? i7 ^V.
gleich langen Vriffel endigt. Die Narben sind einfach und zurückgebogen. Das Sacr-menbehällniß besteht aus eben so viel Kapseln, als Fruchtknoten vorhanden waren(nehmlich dren oder fünf); sie sind eyrund-pfriemenförmig, aufrechtstehend, einklappig,nach innen zu offen. S aamen sind viele an der Zahl, eckig und runzelig.
Von dieser Gew ä.chs gattu n g findet man in der Murrayschen Ausgabe deslinneischcn Pflanzensystems acht Arten aufgezählt; Herr Willdenow hingegen hatderen fünfzehn, von denen zehn auf den Gebirgen in Europa, eine: Aconitum )a-ponicum) in Japan, eine (^. glbum) im Orient, zwey (^. ocKrolLucurn und ^,.solubile) in Sibirien, und eine (^. uncinatum) in Nordamerika bey Philadelphiagefunden werden. Sie sind alle perennirende Pflanzen, mit alljährlich neuen, in jedemHerbste wieder absterbenden- Blättern und Stengeln, die ei,« Höhe von zwey bis vierFuß erreichen. — Die in Europa wildwachsenden Arten des Sturmhutes sind folgende?Aconitum ^ntkora, ^. lügmlngrum, ^. ceimuurn, ^. I^cuctonum, ^. ^f^-pellu» , ^. neomautanuin, ^V. p^renaicum, ^. leptentrionale, ^. tauricum^. VÄl-ieZatuln. — Die übrigen von den alten Schriftstellern auch mir dem Namen^cunituiu, der überhaupt eine giftige Eigenschaft zu erkennen giebt, belegten Gewächse,als ^ctes rÄceinula; Duronicum pÄrcl^iianclie», l'^riz ^uaclrifolis, Iianunculu5Inar^ u. s. w. gehören nicht hierher, und man hat hierüber die genannten Artikelnachzusehen.
Bennahe alle, oder doch wenigstens die meisten Arten des Sturmhutes äußern inallen ihren Theilen, wenn sie von Menschen und Thieren genossen werden, mehr oder wc.-Niger g i ftige Wirkungen, und sie sind gewiß ohne Unterschied, selbst wenn unsnoch eine zuverläßige Kenncniß ihrer Schädlichkeit mangelt, als sehr verdächtig und ge,fährlich anzusehen. Einige Schriftsteller wollen zwar behaupten, daß die Sturmhut-arten mit blauen Blüthen ein weit stärkeres Gift bey sich haben sollen, als diemit gelben; allein die Erfahrung hat gezeigt, daß es unter beyden sowohl heftig, alsauch minder wirksame gebe. Die als giftig anerkannten Arten haben, wennsie zerquetscht werden, einen eckelhaften Geruch, einen scharfen Geschmack, und erregenschon beym Kauen, in allen ihren Theilen, hauptsächlich in dem daraus gepreßten Saftte, einen beißenden, brennenden und stechenden Schmerz in dem Munde, der oft ziem,lich lange anhält, einen starken Zufluß von Speichel, Entzündung, Eiterung und Zäh-mung der Zunge, ein Zerfressen und eine blaue Geschwulst der tippen. Wird der Safthinunter geschluckt: so sind starkes Erbrechen, ein Drücken und heftige Schmerzen imMagen , und die Empfindung, als wenn, ein kalter Stein darin läge, oder das Gefühleiner Kugel, die sich vom Nabel nach den ober» Theilen des Körpers walzet, und bisan den Gipfel des Hinterhauptes einen kalten Wind verbreitet, ferner das grausamsteBauchgrimmen mit heftigen Bauchflüssen, ein Aufschwellen des Unterleibes, ein Brennet