Druckschrift 
3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
Seite
61
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"dieser letztere besteht nicht aus den Körnern der Frucht des gemeinen Brey Apfel-baumes, sondern, aller Wahrscheinlichkeit nach, aus den Saamen einer Art derweißen Niese Wurzel (Veiatuln luteum^.

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S t u r m h u t.

^)ie etymologische Ableitung der lateinischen Benennung dieser Pflanzengatrung wirdDon mehreren Schriftstellern verschiedentlich angegeben. Einige sagen: es käme der Na-me ^conituin von dem griechischen Worte ^Kone, der Gipfel eines Berges oder einesackte Felsenklippe, weil die Arcen derselben auf felsigen Gebirgen und auf den Alpen amhäufigsten wachsen; einige behaupten von ^Kon, ein Pfeil, weil die Wilden ihre Pfeiledamit vergiften sollen; andere von enkoneo, beschleunigen, weil sie den Tod beschleuni-gen; und noch andere von ^cona, der Name einer Stadt in Bithynien, in deren Ge-gend die Sturmhutarten zahlreich wachsen sollen. Der deutsche Name ist von der Formder Blumen hergenommen, weil sie einem Sturmhute oder einer Mönchskappe ähnlich se-hen. Diese PfianzengMung gehört nachlinue in die dreyzehute Klasse und indie dritte Ordnung, weil ihre Blumen viele Staubfäden und nur drey Staubwe«ge haben.

Als Gattungsunterschied sind folgende Merkmale angegeben: Blumen-kelch keiner. Die B/umen kröne besteht aus fiinf Blumenblättern, die an Formeinander ungleich sind; die Blätter von gleicher Bildung stehen paarweise einan-der gegenüber. Das oberste Blatt ist wie eine helmförmige Röhre ausgehöhlt, nacheinwärts gebogen und abgestumpft, so daß der Rucken desselben nach aufwärts sieht; ander Grundfläche hat es eine Spitze, die der Grundfläche selbst gerade entgegen gesetzt ist.Die mittler« zwey Eeitenblättcr sind breit, zugeruudct, stehen einander gegenüber, undneigen sich von beyden Seiten nach einwärts zusammen. Die untersten zwey Blätter sindlänglicht, und sehen nach abwärts. Unter dem obersten Blumenblatte sind zwey röhren-förmige, abwärts gebogene Honigbehältnisse verborgen, die eine schiefe Mündung nebsteinem zuriickgebogenen Schwanz haben, und auf langen, pfriemenförmigen Scielcheu auf-sitzen. Mit den Honigbehälcnissen in einem Kreise stehen sechs kleine, sehr kurze und far-bige Sckuppen. Die Staubgefäße bestehen aus sehr vielen und sehr kleinen pfrie-menförmigen Staubfäden mit einem etwas breiten Grunde, und sie neigen sich durch län-gig gegen das oberste Blumenblatt hin; die Staubbeutel sind klein und aufrecht stehend.Scaubwege sind drey an der Zahl (bey einer Art, dem Giftheil Aconitum ^ittlia»rafunf); sie bestehen aus einem Fruchtknoten, der sich in einen, mit den Staubfäden