Druckschrift 
3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
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Böhmen und in einigen Gegenden von Deutschland: als in Meissen, Sachsen, Hanno-ver, bey Göttingen, in der Pfalz und in Oesterreich, aber nicht so häufig als die gemei-ne Schafgarbe.

Ihre Wurzel ist perenm'rend; der Steng el aufrecht, winkelicht, mit Fur^che» versehen, weichhaarig, etwas astig und von secks bis zwölf Zoll hoch. — Die un,tern oder Würz elblätter sind schon doppelt gefiedert, glatt und mit Stielen versehen;die obern oder Stengelb lätter, stehen wechselsweise, haben keine Stiele, sondernum,fassenden Srengel, sind weichhaarig, etwas grau und nur halb gefiedert. Sie habe«überhaupt eine graulichgrüne Farbe, einen starken, balsamischen, angenehmen Geruch,wie Campher, der durchs Reiben noch starker wird, und einen dittern, würzhaften Ge-schmack. — Die Blumen, welche im Julius und August zu sehen sind, stehen ander Spitze der Zweige, sind weiß, kleiner als bey der Schaafgarbe, und bilden dichte,ziemlich große, gewölbte Blumenbüschel. Die Blumenblätter des Strahls legen sich mitder Zeit ganz zurück: so daß man sie gleich beym ersten Anblick kaum gewahr wird. Siehaben mit den Blattern einen gleichen Geruch und Geschmack. — Wir haben von dieserArt auch zwen Varietäten: eine mit blaßrothen, und die andere mit Hellpurpurro-chen Blumen.

Diese Art des Achillenkrauts ist sehr dauerhaft, läßt sich sehr leicht vonSaamen und durch die Zertheilung der Wurzeln vermehren, und braucht keine sonderlichePffege. Am besten kommt sie in einem lockern Boden fort, auf Plätzen, wo sie denStrahlen der Sonne recht ausgesetzt ist. Wird sie von Unkraut rein gehallen, und schnei-det man ihr einen Theil ihrer Stengel ab, damit der Stock durch die ungeheure Anzahlder Blumen nicht zu sehr geschwächt wird, so blüht sie bennahe den ganzen Sommer hin,durch; und erhält ein schönes buschiges Ansehen. — Als Gartengewächs taugt siewenig, und verdient bloß der Abwechslung und des Geruchs wegen einen Platz; dock kön-nen die Varietäten, weil sie ein ziemlich schönes Ansehen haben, zu Parterre« undBlumenhügcl benutzt werden. — Ungleich wichtiger ist aber das edle Achillenkrautfür die Heilkuust, indem es in allen Fällen, und auf die nehmliche Art gebrauchtwerden kann, wie die gemeine Schafgarbe; es ist sogar noch wirksamer, was schon seinstärkerer aromalische Geruch anzeigt. Zum Arzneygebrauche soll aber nur das Kraut vonwild wachsenden Pstanzen eingesammelt werden, weil durch die CultM ein großer Theilihrer natürlichen Heilkräfte verloren geht,

H,(NIQQK^. ?1^NM(^, gemeines Niesfraut; oder Achillenkraut mit lan-zettförmigen, zugespitzten, am Rande scharfsägeförmig eingeschnittenen Blattern s^clnl.lea lolii5 !Änceul3ti>, .icuminittis, öl-zute lentis) —Man stbe die 2?l. c. ? a sel.