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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
Seite
52
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Allein so gewiß dies alles auch seyn mag, obgleich die Schafe dieses Gewächs nicht un-gern fressen, denen es noch überdies gegen die Räude heilsam ist, und obgleich mau dasjunge Kraut desselben zerhackt in einigen Gegenden als ein gutes Futter für Fasanen ge-braucht: so ist es doch für das Rindvieh, wenn es sich schon endlich daran gewöhnenließe, ein schlechtes Nahrungsmittel, und es würde auch mir seiner Aussaat schwer hal<ten, weil der Saame bey uns sehr oft, wegen zu bald eingefallenen Frostes, nicht zurReife gelanget. — Der untern Blätter der Schafgarbe, welche gleich im erstenFrühlinge hervorsprossen, bedienen sich unsere Hausmütter, um die Ostereyer ohne Ko-sten zu färben; denn da sie ihre grüne Farbe fahren lassen, wenn sie auf die Eyer gebun»den, und damit gesotten werden, so erhalten diese eine ganz artige Zeichnung. — DieBlüthen können als Gemüse gekocht werden 5); und in einigen Gegenden verbindendie Bierbrauer öfters das Kraut der Schafgarbe mit dem Hopfen, wovon das Biersehr berauschend wird, und die davon Betrunkenen völlig wüthend werden 6). — Diesder bisher bekannte Nutzen und Gebrauch der Schafgarbe ?).

^.cMI.1.6^ U0LII.I3, edles Achilleilkraut; oder Achillenkraut mit doppeltgefiederten Blättern, von denen die untern nackt und stach, die obern aber stumpf undfilzig sind; und mit gewölbten, äußerst gedrängten Blumensträußern. (^.clüllea loüigdwinnIlis, ii,lerioribu5NUlU5pw!iiä, l,uoerioridu5odw5i5wmeMo8lL: cor^mdi»contertilkinis, convexis.) — Man sehe die 231 b. Tafel.

Es beißt auch: edles Garbenkraut; cdle Schafgarbe; edle Garbe; Edelgarben;süßes Garbcnkraut; edle Schafrippe. — iat. bey Theodor, Ray und Vaillantbald ^,cni1lea nobile, bald Uiletoliurn nobile, bey I. Bau hin ^ckillea niile.loliÄ näorata; bey Haller ^cbilleir pinm» snliorurn et pinnulig remotjg, et2nzuäti8, pirmuü« plurirni»; bey C. Bau hin lanacewtii minu5 album, oclorscainpnurn. — Franz. MUekeuUe noble; pelite lanegie blancne; ^.cnillee ä,ocleur cle ^gmpbre. — Engl. noble Narrow; äbe^v^ - milkoil. — Span,^.cnillea noble. — Holl. e6el vuixenäblaä.

Diese Pflanze wächst auf Feldern, die der Sonne stark ausgesetzt sind,in der Tartaren , in den südlichen Provinzen von Frankreich, in der Schweiz, in Ungarn,

Z) XroKer llora lileliaca, num, 1442.

s) I^inne ÄMZeuiat. ac»äem. 0. p. 175'

7) S.Dan. Gottfr. Schrebers ökonomische Beschreibung der Schafgarbe, in dessen Samm-lung verschiedener Schriften z. Th. Hallt, ,758- 8. Seit. 57. — Gottl. Rammeltgemeinnütz. Abhandl. II. Th. Halle, 1771, ß. Seit. 78.