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sie noch wufftcü, daß es Ahornsaft war, vor einem geringen sauern Wein viel voraushaben möchte. Er zapfte auch einen Zuckerahorn an, von welchem er den Saft fetter undohne Beygeschmack fand; es scheint ihm auch, daß das Getränk davon geistiger werdenwürde, weil er mehr Zuckerstoff als der Saft des virginischen Ahorns enthält.
Nicht immer erhalt man von den Ahornbäumen gleich viel und gleich guten brauch-baren Saft; denn die Menge und Güte d esse lben wird von verschiedenenUmständen bestimmt, worunter vorzüglich folgende gehören: — i.) Die mancher-ley Arten der Ahornbäume selbst. So z. B. giebt der rothblühende Ahorn mehr, abernickt so fußen Saft als der Zuckerahorn; eben so ist der Saft des virginischen Ahornsnicht so reichhaltig an Zuckerstoff, als er es bei) den beyden erstgenannten ist, jedoch nochreichhaltiger als der des Fetdahorns. Daß diese Bemerkungen aber auch nicht immer alsausgemachte Wahrheit angenommen werden können, beweisen die widersprechenden Resulta?te der chiMischen Untersuchungen. Nach Hermbstäd ts Versuchen solider rothblühendeAhorn mehr Zucker geben, als der Zuckcrahorn selbst; und nach Oehlhafen soll derFeldahorn den süßesten Saft haben. — 2.) In erhabenen und gebirgigen Gegenden ge-ben die Ahornbäume durchaus ungleich weniger, jedoch an Zuckerstoff reichhaltigerenSaft, als im stachen lande. — Z.) Aeltere Bäume geben nach dem Verhältnisse ihrerGröße weniger, aber einen ungleich süßern Saft, als junge. — 4.) Hat die Witterungsowohl vor dem Anbohren, als auch während desselben, auf die Menge und Güte desSaftes einen großen Einfluß. Je mehr Schnee den Winter hindurch gefallen ist, destomehr geben die Bäume in darauffolgendem Frühlinge Zuckerwasser, und je größer dieKälte war, desto reichhaltiger ist es an Zuckerstoff. Wenn während des Anvohrens dieNächte starke Fröste haben, und dann die Sonnenwä'rme am Tage verhciltnißmäßig zu«nimmt, so liefern die Ahornbäume eine große Menge Saft; wenn aber die Kälte aucham Tage noch anhält, so zwar, daß die Sonnenstrahlen nicht im Stande sind , das Eisoder den Schnee zu schmelzen, so stießt äußerst wenig oder gar kein Saft aus: denn nurbey Thauwetter kann man sich von dieser wässerigen Flüssigkeit eine reiche Ernte verspre«chen. Daher geschieht es auch oft, daß jene Oeffnungen am Stamme, die gegen dieSonne gerichtet sind, häufig Saft von sich geben, während die auf der entgegengesetztenSeite ganz trocken bleiben. — F.) Je näher die Bäume zum Grünen habe», desto weni-ger Saft geben sie, der überdies auch noch einen gelingern Zuckergehalt hat; und wenndie Blätter ausschlagen, vertrocknen die Quellen beynahe gänzlich. Man sieht also, daßeine ganze Neihe von Umständen streng erwogen werden muß, um sagen zu können,daß der Saft dieser oder jeuer Ahornart mehr oder weniger zur Zuckerbereitung tauglichsey, worüber uns gegenwärtig noch genaue Versuche mangeln; und es würde sich aller-dings der Mühe lohnen, diese mit unser« einheimischen Arten zuerst anzustellen. Noch istauch zu bemerken, daß der Ahornsaft immer desto ärmer an Zuckergehalt wird, je lä'n-