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NUCISTA

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Ueber die Darstellung, Trennung und die Eigenschaften beiderPflanzenbasen s. Strychnium nitricumim 2ten Theile.

Die Igasursäure, mit den Pflanzenbasen in den Krähenaugen ver-bunden und als eine eigenthümliche Säure angenommen, ist Milchsäure,wie sie auch in vielen andern Pflanzen, wie in den Runkelrüben, imSauerkohl u. s* w., sich findet.

Die Krähenaugen werden im Bxtracte, oder auch in Pulverformbisweilen innerlich angewendet; immer aber erfordern sie bei der An-wendung grosse Behutsamkeit. Der narkotischen Eigenschaften wegenmüssen sie mit der erforderlichen Vorsicht aufbewahrt werden. (Ueberdie medicinischen und toxikologischen Wirkungen siehe Bucmr. Kepert.1838. XII. S. 408.)

Nucista. Dns Oel. Muskatöl. Muskatbalsam.

Wird durchs Auspressen aus den Nüssen der Myristicamoschata Lraw. in Ostindien bereitet.

Ein ätherisch-fettes, festes Oel, braun und weiss gestreift,leichter als Wasser, von angenehmem Gerüche, in siedendemSchwefeläther auflöslicli mit klarer Auflösung. Man sehedarauf, dass es nicht mit Talg verfälscht sey, welches inSchwefeläther aufgelöst eine trübe Auflösung giebt.

Der Muskatbalsam (Oleum Nticistae expressum. Balsanmm Nucistae),wird auf den Inseln, wo der Muskatnussbaum (vergl. Macis) wächst,bereitet, indem man die gestossenen und in einem Beutel enthaltenenMuskatnüsse heissen Wasserdämpfen aussetzt und zwischen einer er-wärmten Presse auspresst. Eine fast gar nicht im Handel mehr vor-kommende Sorte ist der ostindische Muskatbalsam, der in steinernenKrügen angebracht, eine dickliche 'butterartige Consistenz, eine roth-gelbe Farbe, wie die Muskatenblumen, einen kräftigen Muskatengef-schmack und einen angenehmen starken Geruch hatte. Die geringere,jetzt gebräuchliche Sorte bildet ziemlich harte, feste, glatte, viereckigeStücke, hat eine röthlichgelbe marmorirte Farbe, einen schwächernGeruch und seheint zum Theil aus Muskatnüssen ausgepresst zu seyn,von denen das ätherische Oel schon abdestillirt worden.

Schradbr (Berl. Jahrb. 1804. S. 83) erhielt aus 16 Th. käufli-chen Muskatbalsams: 7 Th. einer weissen geruchlosen pulverartigenSubstanz, welche sich kalt weder in Aether noch in Alkohol auflöste,übrigens sich wie Talg verhielt; 8V3 Th. einer bräunlichgelben, wei-chen, fettigen Substanz, welche sich auch kalt in Aether und Alkoholauflöste, und % Th. ätherischen Oels. Versuche mit selbstgepresstemBalsam gaben ähnliche Resultate.

VulVe preuss, Piiarmak. l. Aufl. I. 52