NUCES MOSCHATAE
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einem rothen Dampfe erfüllend, von der kalt gehaltenen Salpetersäurecondensirt wird. Je grösser die Hitze ist, welche man anwendet, destomehr Säure wird zersetzt, daher werden denn auch bei der zum Aus-treiben der letzten Portionen Säure vorsichtig verstärkten Hitze dieGefässe ganz undurchsichtig. Giesst man etwas Wasser in die zweiteFlasche, so erhält man mehr Säure, weil unter Vermittelung desWassers die salpetrige Säure mit dem Sauerstoffe sich wieder vereinigtund als Salpetersäure im Wasser gelöst bleibt. War das angewandtesalpetersaure Kall nicht ganz rein von salzs. Kali, so gewährt das inder zweiten Flasche vorgeschlagene Wasser auch noch den Vortheil,dass die von der Schwefelsäure gleichfalls ausgetriebene, durch dieerste Vorlage gasförmig hindurchgehende Salzsäure von dem Wasseraufgenommen und das in der ersten Vorlage enthaltene Destillat salz-säurefrei erhalten wird.
Die rauchende Salpetersäure ist mehr oder weniger gefärbt, gelblichoder roth, stösst an der Luft rothe Dämpfe aus und hat ein spec. Ge-wicht von 1,50 bis 1,55. Bei der Verdünnung mit Wasser nimmt sieverschiedene Farbennuancen an und geht durch Blau und Grün in Gelbüber. Sie muss genau vor dem Zutritte der atmosphärischen Luft ver-wahrt werden, weil sie aus derselben Sauerstoffgas und Feuchtigkeitanzieht, die rauchende Eigenschaft verliert und zu Salpetersäure wird.
In diesem concentrirtesten Zustande wird die Salpetersäure seltengebraucht.
Nuces moschatae. Muskatnüsse.
Myristica moschata Lin\. Ein Baum Ostindiens.
Oelige, rundliche, schwere, kreisförmig gefurchte, aussenaschgraue, innen mit brauner und rother Farbe, marmorirteNüsse, von gewürzhaftem angenehmen Geschmacke und an-genehmem Gerüche. Die von den Würmern zerfressenensind verwerflich.
Die bei Macis beschriebenen Früchte von fijyristica moschntawerden von der sie umgebenden braunen Hülle befreit und in denHandel gebracht. Sie sind rundlich, an beiden Enden stumpf, vonder Grösse einer grossen Haselnuss, schwer, auswendig hell aschgrauoder bräunlich, etwas unregelmässig gefurcht, inwendig dicht, röthlich-braun und weiss marmorirt, etwas glänzend, von einem, besonderswenn sie gequetscht oder geschabt werden, sehr durchdringenden, an-genehmen, eigenthümlichen gewürzhaften Gerüche und einem bitterlicherwärmenden, gewürzhaften, etwas fettigen Geschmacke.
Gute unverdorbene Nüsse müssen schwer und fettig seyn, mit ei-ner heissen Nadel durchstochen ein gelbliches Oel ausschwitzen und
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