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1 (1839) Einfache Mittel
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NATRÜM CARDONICUM CRUDUM

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durch das Glühen mit Kohle der Schwefelsäure im Glaubersalz derSauerstoff entzogen, wodurch Kohlensäure gebildet wird, die sich mitdem Natron verbindet, während zu gleicher Zeit der Kalkerde durchEinwirkung der Hitze und der Kohle ihre Kohlensäure und ihr Sauer-stoff entzogen wird, so dass Calcium und Schwefel sich zu dem inWasser schwer löslichen Schwefelcalcium verbinden, daher denn beimAuflösen der Masse in Wasser die schwerlösliche Kalkschwefellebergrösstentheils auf dem Filtrum zurückbleibt. Die Lauge erfordert aberoft mehrere Tage, ehe sie krystallisirt, weil das Natron noch nichtgenug Kohlensäure enthält und diese erst aus der Luft anziehen muss.Dieses Verfahren wird jetzt fast allgemein und auf eine sehr ausge-dehnte Weise befolgt, so dass man sich das hierzu nöthige schwefel-saure Natron absichtlich aus Kochsalz und Schwefelsäure bereitet, ohnedie hierbei entweichende Salzsäure aufzufangen, deren im weiten Um-kreise auf die Vegetation nachtheilig wirkende Dämpfe dieser Art derSodafabrication grosse Hindernisse in den Weg stellen. In Frankreichsoll man auch folgenderinassen verfahren: man löst Kalk in brenzlicherHolzsäure auf, deren Oel auf der Auflösung oben schwimmt und ab-genommen wird. Nachdem die Säure mit Kajk gesättigt worden, setztman so viel schwefelsaures Natron zu, als der durch Aräometer zu be-stimmende Gehalt der holzsauren Kalkauflösung fordert. Die Schwe-felsäure verlässt hier, ihrer näheren Verwandtschaft zum Kalke, mitdem sie ein schwer lösliches Salz bildet, folgend, das Natron und bil-det schwefeis. Kalk oder Gyps, welcher zu Boden fällt. Die darüberstehende Flüssigkeit giebt abgeraucht essigs. Natron, welches in einemOfen geröstet kohlens. Natron liefert; dieses in heissem Wasser auf-gelöst , giebt beim Erkalten sehr reine ürystalle von kohlens. Natron.Prückner (Schw.-Seid. N. Jahrb. VII. 1833. S. 102) verwandelt dasdurch Erhitzen wasserleer gemachte und gepulverte schwefelsaure Na-tron durch Glühen mit % Kohlenpulver in Schwefelnatrium, und wen-det durch Ablöschen des bis zum Glühen erhitzten metallischen Kupfersgebildetes Kupferoxyd an, um aus dem Schwefelnatrium den Schwefelals Schwefelkupfer abzuscheiden, wodurch das Natron grösstentheils imreinen ätzenden Zustande, wie es sogleich zur Seifenfabrication ver-braucht werden kann, erhalten wird, und welches sich auch leichtdurch nochmaliges Glühen mit Kohlen oder Sägespähnen in kohlens.Salz verwandeln lässt, das dann durch Auslaugen und Krystallisirenfast chemisch rein erhalten wird.

Die rohe aus der Pfianzenasche gewonnene Soda kommt bei unsnicht häufig vor. Hkksmans (Kastn. Archiv IX. 1826. 1. S. 83) willin der Varecsoda aus der Normandie einen Phosphorgehalt in einzelnenKörnern, wahrscheinlich Phosphormetalle, bemerkt haben. Die jetztgewöhnlich im Handel vorkommende Soda ist die künstlich bereitete,aus mehr oder weniger weissen kristallinischen Massen bestehend und