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1 (1839) Einfache Mittel
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MORRHUA

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Ausnahme hiervon macht nach Fischer (Schw. Jahrb. für Chera. undPhys. 1828. XXIII. S. 124) die concentrirte Essigsäure, welche dasrothe Superoxjd als solches auflöst. Die Auflösung ist klar, farblosund bleibt in verschlossenen Gelassen unzersetzt. An der Luft hinge-gen und noch schneller beim Verdampfen, selbst bei gelinder Wärme,erfolgt die Ausscheidung des braunen Superoxyds. Auch durch Wasserwird diese Zersetzung bewirkt; wird die Auflösung mit vielem Wasservermischt, so färbt sich dieselbe, je nachdem sie gesättigt ist, gelboder braun, und endlich fällt das braune Superoxyd nieder, wogegendas gelbe Bleioxyd aufgelöst bleibt.

Die Mennige enthält, ausser dem nicht in Mennige verwandeltenRückhalte an gelbem Bleioxjde, alle die Beimengungen, die sich indem Bleioxyde finden, gewöhnlich einen merklichen Kupfergehalt. DiePrüfung der durch einen Zusatz von Zucker vollständig bewirkten Auf-lösung in Salpetersäure durch Knpferammoniak geschieht auf die beiLithargyrum angegebene Weise. Ein betrügerischer Zusatz vonZiegelmehl wird durch Behandlung der Mennige mit dem Löthrohre aufeiner Kohle leicht entdeckt; durch den Kohlenstoff wird nämlich derSauerstoff entzogen und das reducirte Metall bildet ein Bleikorn, dasZiegelmehl bleibt aber als solches zurück.

Die Mennige wurde sonst zur Bereitung des Bleiessigs gebraucht.Zu technischen Zwecken wird sie als Zusatz bei Verfertigung des Kry-stallglases gebraucht, welchem sie eine grössere Schmelzbarkeit undSchwere, vollkommnere Durchsichtigkeit und strahlenbrechende Kraftertheilt.

* Morrhua.tJiran.

Asellus. Das Oel der Leber. Leber-

Wird aus der Leber des Gadus Morrhua Lrax., einesim Nordmeere sehr häufigen Fisches, bereitet.

Ein fettes ranziges thierisches Oel, von brauner Farbe undsehr unangenehmem Gerüche. Es sey klar und durchsichtig.

(Brandt und Ratzebürg, Med. Zoologie. II. 46.)Diese an Arten sehr reiche Fischgattung wurde zu allen Zeiten mitdein Namen Gadus bezeichnet. Der Ursprung des Namens yaäos istdunkel, und wir wissen nur, dass er zuerst von Athbnäus gebrauchtworden ist. Die Griechen bedienten sich auch des Wortes wog, wo-von der lateinische Namen dsellus abstammt, der den meisten Artenauch in unsern Zeiten gegeben worden ist, und nicht unwahrscheinlichvon der grauen Farbe, die mehreren Arten dieser Fische eigentümlichist, abzuleiten seyn möchte. Linke bezeichnete diese Gattung mit demNamen Kabliau, bei Bloch heisst sie Schellfisch und die Franzosen