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1 (1839) Einfache Mittel
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MINIUM

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10,38 Sauerstoff. Aus verschiedentlich abgeänderten Versuchen vonDusws (Pharm. Centralbl. 1832. S. 644) geht aber hervor, dass 100Blei höchstens 9,33 Sauerstoff aufnehmen können, wogegen nach derbisherigen Annahme 11,58 aufgenommen werden müssten. Berzbliusbefreite die Mennige von dem beigemengten Bleioxyde durch Behan-deln mit sehr verdünnter Essigsäure, Dumas konnte aber durch diesesVerfahren nur ein Gemenge von Mennige mit braunem Bleisuperoxyderlangen; dagegen erhielt er dadurch reine Mennige, dass er dieselbemit einer Auflösung von neutralem essigsaurem Bleioxyd (welches da-durch zu basischem Salze wird) behandelte. Eine solche Mennigezeigte immer ein solches Verhältniss der Bestandtheile, dass dieses^ ei-ner Zusammensetzung aus 3 At. Blei und 4 At. Sauerstoff, 9,34 Proc.Sauerstoffgehalt, Entsprach. Durch mehrmaliges Erhitzen des Bleioxy-des im Reverberirofen und nachher noch in einer Röhre, durch welchemehrere Stunden hindurch ein Strom von Sauerstoffgas geleitet wurde,konnte der Sauerstoffgehalt nicht über das angegebene Verhältniss ge-steigert und nie das nach Bbrzblicjs' Angabe erforderliche erreichtwerden. Domas betrachtet nun die Mennige, seinen Versuchen zu-folge, als eine Verbindung von 2At. Bleioxyd und 1 At. braunem Blei-superoxyd, 2 Pb -J- Pb. Indessen scheint das gleich zu erwähnendeVerhalten der Mennige gegen concentrirte Essigsäure mit dieser An-nahme Dumas' nicht vereinbar zu seyn, denn die MennJge müsste inBerührung mit dieser Säure sogleich in das darin so leicht auflöslicheBleioxyd und in ausscheidendes braunes Superoxyd zerfallen, was abernicht geschieht. Es scheint daher richtiger, nach der Analogie desEisenoxyduloxyds, Fe -}- -Fe (Magneteisenstein), die Mennige als

Pb + i'b = 4283,494 anzusehen, wornach sie auf 90,662 Blei 9,338

Sauerstoff enthält. Diese Ansicht wird dadurch noch mehr bestätigt,

...dass wir durch Winkelblech die Oxydationsstufe JMb im reinen Zu-stande jetzt kennen gelernt haben. (S. Plumbum).

Die Mennige löst sich nur dann in Säuren auf, wenn ihr der über-flüssige Sauerstoff entzogen wird; wird sie z. B. mit erhitzter Schwe-felsäure übergössen, so wird Sauerstoff frei und schwefeis. Bleioxyd ge-bildet; mit wenig Salzsäure übergössen nimmt der Sauerstoff der Men-nige, den Wasserstoff der Salzsäure auf und bildet Wasser; der demüberschüssigen Sauerstoffe entsprechende Antheil Chlor wird frei undentweicht, wogegen der dem im Bleioxyde enthaltenen Sauerstoffe ent-sprechende Antheil Chlor sich mit dem reducirten Blei zu Chlorbleiverbindet; mit der Salpetersäure und anderen schwächern Säuren zer-fällt" sie in salpetersaureg u. s. w. Oxyd und in braunes Superoxyd,welches letztere als braunes Pulver sich ausscheidet; der überschüssigeSauerstoff kann ihr aber auch durch einen Zusatz von Zacker entzo-gen werden, in welchem Falle sie sich dann vollständig auflöst. Eine