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1 (1839) Einfache Mittel
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JUGLANS

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braun, von etwas gewürzhaftem, doch unangenehmem Gerüche undbitterlich herbem Geschmacke.

Bbaconnot (Trommsd. J. XX. 2.) hat die grünen Wallnussschalenanalysirt und folgende Bestandteile gefunden: einen eigenthümlichenscharfen, sehr leicht zersetzbaren Bitterstoff, der durch die Einwir-kung der Luft in eine Art von kohliger Materie übergeht; Gerbestoff;Stärkemehl; harziges Blattgrün; Pflanzenfaser; Aepfelsäure; citronen-sauren, oxals. und phosphors. Kalk und in der Asche noch kohlen-saures Kali und Eisenoxyd. Auf dieser Zersetzung des Bitterstoffe»beruht das Braunwerden der anfangs weissen inneren Oberfläche derSchalen, und eben deshalb achmeckt auch wegen des vorwaltendenGerbestoffs und der Pflanzensäuren das daraus bereitete Extract mehrsäuerlichherbe als scharf und bitter.

Wackesbodeb (Geiger's Magazin. Mai 1827. S. 176) fand beiUntersuchung 1 der unreifen Wallnüsse, dass die wirkenden Theile der-selben in den frisch ausgepressten Saft übergehen, und der Rückstandhauptsächlich Stärkemehl enthalte, dass die Schärfe des Saftes selbstaber keinesweges von einem an der Luft sich oxydirenden Principe,sondern vielmehr von einer eigenthümlichen, scharfen und fetten Sub-stanz abhänge. In dem eingedickten Safte fanden sich: vegetabilischesEiweiss 13,70; Gerbestoff mit krystallisirbarem und Schleimzucker mitvieler Aepfelsäure, etwas Kalk und Kali 45,60; gummöser Extractiv-stoff mit etwas Zucker, Gerbestoff und reichlichem saurem äpfels. Kali7,72; Schleimzucker und Aepfelsäure mit Gerbestoff vermischt 30,60;Stärkemehl mit einer eigenen schwarzen Substanz (durch Oxydationerst gebildet? D.) verbunden, Zugleich mit äpfels. Kalke und Kali, so-wie phosphors. Kalke 4,16. S. = 101,178. 100 Th. jenes Eiweissesgaben: fettes, gelbliches, scharfes, widerlich schmeckendes Oel miteinem weissen, talgartigen und milden Oele, mit einer grünen, etwaskrystallisirbaren, dem Wachse ähnlichen Substanz, 13,00; fette rotheMaterie 6,00; braunes vegetabilisches Eiweiss (wegen einer an derLuft veränderlichen Substanz) 76,00; Asche, die kohlens. und phos-phors. Kalk enthält, 5,00. S. = 100,00.

Die Wallnussschalen werden in der Abkochung angewandt.

Schaumbuec (Brandes' Archiv IV. S. 336) empfiehlt die grünenSchalen, die auch zum Färben benutzt werden können, zur Bereitungder Tinte anzuwenden. -

Die grünen Nussschalen sind auch zum Gerben empfohlen.

Das Nussbaumholz vom Stamme und von der Wurzel wird sehr zuTischlerarbeit gesucht.

Die wohlschmeckenden reifen Früchte dieses Baumes sind allgemeinbekannt.