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1 (1839) Einfache Mittel
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JUGLANS

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Syst. sexual. CK XXI. Ord. 8. Monoecia Polyandria.

Ord. natural. Terebinthaceae (affin ) Juss. gen. Juglandeae Db C,

Der Wallnussbaum kommt aus Persien her, wo er noch wild inder Mitte der Wälder angetroffen wird. Ob er nun gleich in Europabeinahe einheimisch geworden ist und eine gewöhnliche Kälte ziemlichgut aushält, so gewöhnt er sich doch nicht so ganz an unser Klima,dass er einer sehr strengen Winterkälte widerstehen könnte. Er wirddaher nur besonders häufig im südlichen Europa, sowie auch in Deutsch-land und an andern Orten angebaut. Seine weitaHslaufenden Wurzeln,sein ^Schatten und seine abfallenden Blätter sind aber den um ihn ste-henden Vegetabilien nachtheilig. Er ist einer unserer schönsten Bäume,trägt eine ausgebreitete dichte Krone, wird ziemlich stark, 50 60Fuss hoch, aber nicht leicht über 80 Jahre alt.

Die Rinde ist an jungen Bäumen glatt und glänzendbjaun, an al-tern dick, aschfarbig, rauh und aufgesprungen. Das Holz ist hart.Die grossen, gestielten, schön grünen, abwechselnden Blätter sind un-gepaart- gefiedert und bestehen aus 5, 7 9 oval-lanzettförmigen,entgegengesetzten, ganzrandigen, fast aufsitzenden Blättchen; sie ha-ben, besonders gerieben, einen angenehmen Geruch und gewürzhaftzusammenziehenden Geschmack. Die männlichen Blüthen bilden an demaltern Holze lange, runde, herabhängende Kätzchen von braungrünerFarbe; die weiblichen Blüthen, zu zwei oder drei am Ende der jungenTriebe, jede mit einigen runden, pfriemenförmigen Blättchen umgeben.Die Frucht, eine Nuss oder trockne Steinfrucht, ist eiförmig kugelig.Die äussere Schale der Frucht ist glatt, fest, dick, fleischig, lebhaftgrün und mit einer Längsfurche versehen. Unter dieser Schale be-findet sich eine zweiklappige, netzförmig gefurchte, knöcherne, röth-lichgelbe Nuss, welche nach den Abarten des Baumes in ihrer Grösseund Härte verschieden ist. Der Kern ist unregelmässig wellenförmiggestaltet, in vier Lappen getheilt, ölig und sehr wohlschmeckend.

Der Nussbaum blüht im April und Mai; die Früchte reifen- imSeptember und October.

Die Früchte dieses Baumes werden auf verschiedene Weise in denpharmaceutischen Gebrauch gezogen. Die unreifen Nüsse, wenn sienoch so jung und weich sind, dass sie mit einer Nadel durchstochenwerden können, werden zur, Bereitung des officinellen Extracts be-nutzt ; aus den reifen, nicht ranzigen Nüssen wird ein kalt geschlage-nes Oel bereitet, von dem gegen 50 Procent gewonnen werden, undvon den Nüssen wird die grüne frische Schale benutzt, Cortex nucisJuglandis, Putamina nucum Juglandis. Diese hat einen sehr bittern,zusammenziehenden, äusserst herben Geschmaik und widrig gewürz-haften Geruch. Der Saft derselben färbt die Hände braungelb undschwarz. Sie wird von den noch unreifen Früchten in den MonatenJuni und Juli gewonnen, und ist im trocknen Zustande schwärzlich-