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1 (1839) Einfache Mittel
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ABSINTHIUM

stumpfen weichhaarigen Schuppen und einem nackten Blumenhoden (re-ceptaculum) , auf welchem in der Scheibe wenige gelbliche Zwitterblu-men, im Strahl mehrere weibliche Blumen mit verkümmerter Krone ste-hen. Die Pflanze hat einen angenehmen Citronengeruch, daher sieauch in unsern Gärten den Namen Citronenkraut, Citronelle führt.

Zum pharmaceutischen Gebrauche werden die Spitzen bei demAufblühen eingesammelt, die aber durch das Trocknen den angenehmaromatischen Citronengeruch grösstentheils einbüssen'

Sechzehn Pfund frisches Kraut geben kaum drei Drachmen äthe-risches Oel. Das braungefärbte Infusum hat einen citronenartigen Ge-ruch, einen bitter gewürzhaften Geschmack; wird durch schwefelsauresEisen geschwärzt und durch Galläpfeltinctur getrübt.

Die Eberraute wird als nervenstärkendes und auch als Wurmmittel,der ätherisch-öligen Theile Wegen im Aufgusse, nicht in der Abko-chung oder im Pulver verordnet, bisweilen auch zu zertheilenden Um-schlägen gebraucht.

Absinthium. Das Kraut. Wermuth.

Artemisia Absinthium Lirn. Eine perennirende PflanzeDeutschlands. t

Das blühende Kraut mit den zusammengesetzten halbku-gelförmigen, nickenden Blumen, die untern Blätter dreifachhalbgefiedert, die obern doppelt halbgefiedert, die oberstenungetheilt, mit lanzettförmigen nach vorn hin breiteren Ein-schnitten, auf beiden Seiten, vorzüglich auf der untern,mit einem seidenartigen haarigen Ueberzuge bedeckt, von

- einem sehr bittern Geschmacke und stark gewürzhaften Ge-rüche. Es werde von den dickern Stengeln sorgfaltig ge-reinigt aufbewahrt. In den Monaten Jidi und August ein-zusammeln.

Artemisia Absinthium Likn. Wermuth, Wermuthsbeifuss, Wurmtod.Absinthium vulgare Lam.

Abbild. Plekck 608. Haynk II. 11. PL med. 255.~ Syst. sexual. Cl. XIX. Ord. 2. Syngenesia superflua.Ord. natural. Synanthereae, Rick. (Compositae Link, et auetor.)

Tribus; Corymbiferae Jtiss. gen.Der Wermuth ist in den südlichem Ländern Europas einheimisch,kommt jedoch nicht selten auch in Deutschland in der JNähe von Rui-nen, an wüsten Stellen und unfruchtbaren Feldern wild vor, wird auchhäufig in Gärten angebaut.

Die schiefe sehr ästige Wurzel ist perennirend und entlässt einen