Vorrede zur lateinischen Pharmakopoe XV
pfehlungen der Kunstverständigen erfreuen, und vorzüg-lich dann, wenn sie durch längere Aufbewahrung nichtverschlechtert werden.
Aufs sorgfältigste haben wir die Zeichen und Merk-male, an welchen die ächten sogenannten einfachen Arz-neimittel erkannt werden, und wo es nöthig war, auchdie Art der Aufbewahrung angezeigt. Wir haben jedochallein diejenigen Merkmale angezeigt, welche an dem Arz-neimittel, wie es in den Officinen vorkommt, gesehenwerden, haben aber diejenigen übergangen, welche anandern nicht in den Gebrauch gezogenen Theilen bemerktwerden, und haben nicht, wo nur die Wurzel officinellist, eine weitläufige Beschreibung des Krautes und derBlumen gegeben.
Die alphabetische Ordnung haben wir sc abgeändert,dass, damit nicht dasselbe Arzneimittel in verschiedenenTiteln des Werkes wiederholt werden musste, wir nureinmal den Namen und die Beschreibung desselben ga-ben, wobei die gebräuchlichen Theile zugleich nach ein-ander angeführt wurden. So haben wir z. B. Citrus Au-rantium beschrieben, und die Rinden, Blumen, Blätter,Aepfel desselben der Reihenfolge nach angezeigt. Da derApotheker die einfachen Arzneimittel nur durch Ankaufsich verschaffen kann, so haben wir auch den Präpara-ten, welche in den chemischen Fabriken von guter Be-schaffenheit und rein, von den Apothekern aber nicht'ohne Gefahr und Beschwerde bereitet werden können,eine Stelle unter den käuflichen angewiesen, mit der Ver-ordnung jedoch, dass wegen Beschaffenheit derselben denApothekern die Verantwortung bleibt, und die Sorge undVerbindlichkeit der genauesten .Prüfung derselben ihnenauferlegt wird.