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1 (1828) Einfache Mittel
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und indigblaue Unterschwcfelsäure, indem nämllch ein Theil der Schwefel-säure, wie gewöhnlich, wen» diese Säure auf andere Pflanzenstoffc einwirkt,eine Zersetzung erleidet. Diese blauen Säuren sind in überschüssiger Schwe-felsäure aufgelöst. Eine den Salzen ähnliche Verbindung ist diejenige, welchediese blauen Säuren mit der Wolle eingehen, von der sie durch eine stärkereBasis als kohlens. Ammoniak getrennt werden können. Eine ähnliche Ver-wandtschaft wie zur Wolle haben diese blauen Säuren auch zu wohl ausge-brannter Holzkohle, oder noch mehr zur Blutlaugenkohle. Wird die saureblaue Auflösung mit letzterer digerirt, so verliert sie ihre Farbe, und die un-gefärbte Säure bleibt in der Flüssigkeit zurück. Diese Kohle kann durch kal-tes Wasser von dieser Säure rein gewaschen, und nachher die blauen Säu-ren dura, kohlens. Alkali ausgezogen werden. Wird eine freie Säure hinzu-gefügt, so vereinigt sich diese mit dem Alkali, und die blauen Säuren wer-den aufs neue von der Kohle gebunden. Die wirklichen blauen schwefels. undunterschwcfelsauren Salze, von denen man die letztern am reinsten und bestendarstellt, wenn man diese Säuren von der damir getränkten Welle auszieht,bis die Basis gesättigt ist, und nach dem Verdunsten durch wasserhaltigenAlkohol auszieht, sind nicht als Doppclsalze anzusehen, denn der Farbestoffnimmt nichts von der Säure auf, sondern er besteht in dem Salze ungefährso, wie das Krystallpasser in wasserhaltigen Salzen. Die blauen Salzeschmecken wenig salzig, aber mehr nach Indig. Der sogenannte blaue oderIndigcarmin ist indigblaues schwefelsaures Kali, welches durch Sättigen derIndigauflösung his zu einem gewissen Grade mit kohlens. Kali als blauerNiederschlag, jedoch nicht rein, erhalten wird.

Bei Auflösung des Indigblcms in Schwefelsäure wird außer den beidengenannten blauen Sauren noch eine Vereinigung des auf ganz eigene Artmodisicirten Indigblaus mit Schwefelsäure gebildet, welche Nerzelius In-digpurpur nennt. Diese unlösliche Modifikation wird bei Anwendung einerschwachen Schwefelsäure reichlich gebildet. Reibt man Indigpuluer in einemMörser mit englischer Schwefelsäure so lange zusammen bis die ganze Massevöllig homogen erscheint, so erhält man beinahe nur Indigpurpur und wenigoder kein Blau löst sich auf, weil die stets sich erneuernde mit der Luft inContact kommende Oberstäche der Säure aus dieser in kurzer Zeit so vielWasser aufnimmt, daß sie das Vermögen, den Indig aufzulösen, größten-teils verliert.

Ueber die Producte, welche durch Behandlung des Indigs mit Salpeter-säure^erhalten werden, über Inbigsäure, Indigbitter u. s. w. siehe Schweig«ger's N. I. XXl. 1827. S. Z8.

Auch Lieb ig (Gciger's Magazin. Mai. 1827. S, 192.) hat Versucheüber den ungefärbten Indig angestellt und bewiesen, daß das Blauwerdcndes Indigs an der Luft von einer Sauerstoffaufnahme herrühre, indem Sau-erstoffgas cibsorbirt, und das Gewicht des Indigs vermehrt wurde.

Durch Behandlung des Inliigs mit Salpetersäure wird, wie bekanntist, ein bitterer Stoff erhalten, Indigbitter. Lieb ig (Schw. N. I. XlX.