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1 (1828) Einfache Mittel
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Zusätze

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läßt, welche dann aus kohlens. Baryt besteht. Bei der Destillation giebt erein schwarzes, dickes und schwerflüssiges brenzliges Ocl, nebst einem farblo-sen, stark ammoniakhalngen Wasser. Das Indigbraun geht mit Sauren undauch mit Alkalien sehr leicht Verbindungen ein.

3) Indigroth. Man erhält dasselbe, wenn der mit Säure und Alkalibehandelt« Indig mit Alkohol von 0,83 Eigengewicht gekocht wird. Es löstsich sehr langsam auf und es ist wiederholtes starkes Kochen mit neuen Por-tionen Alkohol erfoderlich. Am Ende wird der Alkohol statt dunkelroth (wieanfangs) hellblau und enthält nur Indig aufgelöst. Die erhaltene Auflösungdes Inoigroths in Alkohol ist so stark dunkelroth, daß sie kaum das Lichtdurchläßt. Wasserzufatz bewirkt keine Fällung. Destillirt man den Alkoholab, so erhält man zuletzt in der Retorte ein Gemenge einer dunkelrothenFlüssigkeit mit einem beinahe schwarzbraunen puloerförmigen Stoffe, der sichausgesondert hat. Dieses schwarzbraune Pulver ist im Wasser, so wie inverdünnten Säuren und Aetzlauge unauflöslich. Von Alkohol und Aetherwirb es, obgleich in geringer Menge aufgelöst, der letztere nimmt jedoch mehrdavon auf als der erste«. Verdünnte Lösungen sind schön roth, die concen-trirten intensiv dunkelroth. Sowohl die Alkohol- wie die Aetherauflösung hin-terläßt nach freiwilliger Verdunstung das Indigroth in Form eines dunkel-braunen Pulvers. Schnell an der Luft erhitzt, schmilzt es, raucht, entzün-det sich und brennt mit Heller rußender Flamme.

4) Indigblau, oder der eigentliche Farbestoff des Indig. Es bleibtnach der Behandlung mit Alkohol zurück, obgleich nicht im völlig reinem Zu-stande, sondern theils noch Rückstände der bereits genannten Stoffe, theilsSand und Grus enthaltend. Um hieraus das Indigblau rein zu erhalten,wird es noch feucht mit dem zweifachen Gewichte des anfänglich angewand-ten rohen Indigs ungelöschten Kalkes gemengt, der nachher mit Wasser inHydrat verwandelt wird. Diese Mass« wird in eine Flasche gebracht, dieungefähr das 15l)fache Gewicht des angewandten Indigwassers faßt, unddie man dann mit kochend heißem Wasser füllt und umschüttelt. Man setzthierauf zwei Drittheile des Kalkgewichts schwefelsaures Eisenoxydul, fein zer-rieben oder vorher in etwas kochendem Wasser aufgelöst, zu und verkorktnun die Flasche, indem sie wiederholt tüchtig geschüttelt wird. Setzt mandie Flasche nur ein paar Stunden lang an eine warme Stelle, so wird dieMasse allmälig grün, das Eisenorydul, das durch die Kalterde aus seinerVerbindung gefällt wird, verwandelt sich auf Kosten des Indigblaus in Oxyd,und dieses, eines Antheils Sauerstoff beraubt, bildet mit der Kalkerde eine inWasser lösliche Verbindung, während die Flüssigkeit nach Maßgab« ihrerConccntracion eine reine citronengelb« oder selbst brandige Farbe annimmt.Hat sich die Flüssigkeit geklärt, so nimmt man den klaren Theil mittelst ei-nes Hebers ab, übergießt den Rückstand aufs neue mit warmen Wasser, undverfährt wie vorhin. Sobald diese Auflösungen mit der Luft in Berührungkommen, scheidet sich sogleich Indigblau aus, was sich durch Wiederaufnahmevon Sauerstoff aus der Luft »egenerirt, wobei es die Salzbasis, mittelst