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Zusätze
einige andere Substanzen enthalte, jedoch in geringerer Quantität alsdiese. Die aufgefundenen sind:
1) ein eigenthümlicher Stoff, der seinem Verhalten nach dem Pflanzen-leim am nächsten steht. Er wird dadurch erhalten, daß man femgeriebenenIndig mit einer stark mit Wasser verdünnten Säure, z. B. Schwefelsaure,Salzsäure oder Essigsäure, digerirt, wodurch zugleich einige Salze, die Kalk-oder Talkerde zur Basis haben, ertrcchirt werden. Der unlösliche Theilwird hierauf noch einigemal mit Wasser ausgekocht. Man erhält eine bland»gelbe Auflösung, in welcher, wenn Schwefelsäure angewandt worden, dieSäure mit puluerisirtem Marmor gesättigt, und die Auflösung nach demFiltriren zur Trockne abgedunstet wird. Alkohol extraHirt hieraus den Pflan-zenleim, der nach dem Verdunsten in Form eines gelben oder gelbbraunen,durchscheinenden, glänzenden Firnisses zurückbleibt, im Wasser leicht löslich,und dem Fleischertract nicht unähnlich ist. Auf einem Platinbleche erhitztschmilzt derselbe und brennt mit Flamme, indem zuletzt eine weiße Asche zu-rückbleibt. Der trocknen Destillation unterworfen gicbt er ein braunes, demHirschhornöle ähnliches Oel, und ein stark ammoniakalisches Wasser. ImWasser aufgelöst wird er von denselben Reagentien gefällt, welche den ge-wöhnlichen Pstanzenleim fällen, nämlich von Gerbestoff, Quecksilberchlorid,Eyaneisenkalium, essigs. Bleioryd und schwefels. Eisenoryd.
2) Indigbraun. Es befindet sich in größerer Menge im Indig alsder Pflanzenleim, Es wird aufgelöst, wenn der mit einer Säure behau-,delte Indig in Aetzkali gebracht und gclind damit erhitzt wird. Die Massewird sogleich schwarz, und der Indig bildet ein loses Magma in dem Maße,als das Alkali das Indigbraun auflöst Die Flüssigkeit geht langsam durchsFiltrum, und ist so dunkel gefärbt, daß nur sehr dünne Schichten davon ge-gen eine Lichtflamme gesehen durchscheinend sind. Wird der auf dem Filtrumzurückgebliebene Indig mit Waffer ausgewaschen, so färbt sich die durchlau-fende Flüssigkeit grün oder blaugrün, und geht äußerst langsam durch. DieUrsache dieser Färbung ist, daß ein Thcil Indig in einer verdünnten alkali-schen Auflösung des Indigbrauns sich auflöst, und wenn man vor dem Fil-triren die Auflösung mit Wasser verdünnt, so geht sie sogleich grün durch,und enthält dann die blaue Indigfarbe so fein zertheilt, daß sie sich selbstnach Verlauf von mehreren Monaten nicht klärt. Aus der schwarzbraunenalkalischen Lösung fällen Säuren einen schwarzbraunen oder beinahe schwar-zen Stoff, im voluminösen halb gelatinirten Zustande. Der durch Schwefel-säure erhaltene Niederschlag wird (noch feucht) mit frischgefälltem kohlens.Baryt digerirt, wobei er sich großenteils mit Baryterde verbindet und un-löslich wird; eine andere Portion aber bleibt in der Flüssigkeit aufgelöst.Nach dem Trocknen stellt derselbe einen durchscheinenden, glanzenden, brau-nen Firniß dar, der sich nicht völlig in Waffer auflöst; er ist geschmacklosund reagirt weder sauer noch alkalisch. Erhitzt wird er weich, bläht sich auf>raucht und riecht animalisch, entzündet sich und brennt mit Flamme, indemer zuletzt eine poröse Kohle zurückläßt, die sich schwer in Asche verwandeln