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V^«rian»

Die Wurzeln der Valeriana ?nu sllaöix Valeriana« majori«) zeich-nen sich aus durch ihren daumens- und fingersdicken länglichen, ringartig,H> 4 runzligen, knotigen, äußerlich aschgrauen oder bläulichgrauen, innerlich weiß-

lichen, mit sehr langen, dicken und blässern Fasern überall besehten Wurzel-kopf, durch den minder scharfen aber unangenehmen bittein Geschmack, unddurch einen dem kleinen Baldrian zwar ähnlichen aber unangenehmen Geruch.Die Wurzel der Valeriana öiuiea sind viel dünnzaftriger, sehen weißer aus,und sind viel weniger kräftig an Gerüche und an Geschmack«.

Nach Hrn. Prof. Hoppe werden auf dem Fichtelgebirge betrügerischer-wcist die Wurzeln verschiedener Ranunkelarten untergemischt, ja Hr, Hoppefand unter 30 Pfunden nur 3 Pfund wirklichen Baldrian. Die Ranunkel-wurzeln (von üanimeulu« pol) antnemn«, reuen» und dulbozuz) bestehenaus mehr oder weniger ins Weißliche fallenden, einfachen, geruchlosen, ra-denkielticken Fasern, die durch ihre obere Vereinigung eine Art Knollen zubilden scheinen.

Die Katzen lieben den' Geruch des Baldrians sehr, wälzen sich auf denzu trocknenden Wurzeln und verunreinigen sie, daher man diese Wurzel beimTrocknen sehr dagegen zu hüten hat.

Trommsdorff sI. d. PH. XVIII. 1. S. 3.) erhielt au« 12 Pfun-den der getrockneten Wurzel 2 Unzen ätherisches Oel, die größte Menge, welcheTrommsdorff je erhielt; gewöhnlich ist die Ausbeute geringer. (Ha-gen erhielt aus 13 Pfunden Wurzel 3 Loch 14 Quentchen Oel; Gehlenaus 45 Pfunden 9 Unzen 7 Scrupel Oel.)

Der aus 16 Unzen der frischen Wurzel mit Zusatz von destillirtem Was-ser ausgepreßte Saft war sehr trübe, von schmutzig dunkelgrauer Farbe undsetzte beim ruhigen Stehen ein weißliches Satzmehl ab, das zwei Quentchenbetrug. Es besaß einen durchdringenden Geruch und ganz den Geschmack derWurzel. Der klar filtrirte Saft wurde von orndulirtem falzfaurem Zinn,orydulirtem salpeters. Quecksilber, essigs. Blei und salpeters. Blei reichlichniedergeschlagen; auch Brechweinstein gab einen ziemlichen grünlichweißenNiederschlag, der sich nicht wieder in Salpetersäure, sehr leicht aber in Salz-säure auflöste. Grünes schwefels. Eisen brachte keine Farbenänderung darinhervor, rothe Eilenauflösung veränderte die Farbe ins Grüne. Hausenblasetrübte den Saft nicht. Gallussäure brachte erst nach einiger Zeit eine leichteTrübung hervor.

Abgeraucht wurde ein gelbschwarzes Ertract erhalten, das sich vollkom-men in Wasser auflöste, auch von gewöhnlichem Alkohol nach einiger Zeitgänzlich aufgenommen wurde, in absolutem Alkohol und in Schwefelätheraber unauflöslich war. Es ist also ein Ertractivstoff, den man zu der Gat-tung des harzähnlichen Extractivstosfs rechnen kann, von welchem sich nochein Antheil abtrennen ließ, der sich schon mehr dem Gummi näherte.

Auch die getrocknete Wurzel wurde untersucht, das durch Auskochen be-reitete Ertract in den Ertractivstoff und Harz zerlegt, von welchem letzterenvon weicher Eonsistenz Alkohol noch mehr auszog.