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1 (1828) Einfache Mittel
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'laraxacum

Blattstielen und der Hauptrippe, aber nicht in der Substanz der Blätter.Bei der aus lauter concentrischen Lagen bestehenden Wurzel dringt der Milch»fast, beim Durchschneiden derselben, zwischen den Häuten hervor, die aberselbst nicht milchig sind, eben so wenig, wie der holzige Centraltheil derWurzel. Wird dieser Mischsaft etwas dick auf Papier gestrichen, so hinter-läßt er einen rechlichen Fleck. In Gefäßen aufgesammelt, nimmt er (durchOxydation) eine braunrothe Farbe an, wird dick, überzieht sich mit einerbraunen Haut, geht endlich in eine trockne, brüchige, einem Gummiharzeähnliche Mass« über mit brauner Oberfläche, und weiß auf dem Bruche, dieohne Geruch und von etwas zusammenziehendem Geschmacke ist. Durch anhal-tendes Zusammenleiben mit Wasser wird die Milch größtentheils aufgelöst; dieAuslösung ist erst milchig und grau, wird mit der Zeit allmälig roth, trübeund setzt einen Bodensatz ab. In Weingeist löst sich ein geringerer Theil vondem eingetrockneten Milchsafte auf, als im Wasser; die Auflösung ist trübe,milchig und wird nicht roth. Mit wenigem Wasser behandelt wird dieseMasse zähe, »eich, und hängt sich etwas an den Fingern an. An der Licht-stamme entzündet sich die trockene Masse und brennt mit lebhafter nicht rau-chender Flamme; wird die Flamme während des Brennens ausgelöscht, soraucht die Masse und verbreitet den Geruch nach angezündetem Baumöl.Das damit gekochte Wasser nahm nach Iohn's Versuchen (dessen chemischeSchriften IV. S. 1,) eine bräunliche Farbe und bittern Geschmack an, rö-chet« schwach das Lackmuspapier, und enthielt Phosphors,, salzs. und schwe-felst Salze mit alkalischer und mir Kalkbasis. Die im Wasser nicht aufge-löste elastische Materie hatte eine beinahe weiße Farbe angenommen, färbtesich aber in wenigen Stunden braun. Alkohol nahm kaum eine Spur vonHarz daraus auf. John hält den Rückstand für Kautschuck. Dieser Milch-saft enthielt demzufolge: bittern Ertractivstoff, Gummi, Kautschuck, Salze,eine Spur von Harz und eine freie Säure.

Der Saft, welcher aus den im Frühlinge und Herbste ausgegrabenenWurzeln ausgepreßt, und sorgfältig eingedickt wird, wird zähe, honigartig,hell von röthlicher Farbe, und von einem Geschmacke wie eingedicktes Malz-decoct. Der aus den im Sommer ausgegrabenen Wurzeln bereitete Saftwird trübe, braun, und -bitter durchs Eindicken. Der reichliche Gehalt ansüßem Ertractivstoffe (Schleimzucker?) bewährt sich auch durch die weinigeGährung, in welche diese Wurzel mit Wasser zusammengeriebcn übergeht,welcher jedoch bald die saure und die faulige folgen. Auch der Standort istvon Einflüsse; so besitzt die auf magern Triften gewachsene Pflanze weit mehrSalzgehalt und bittern Milchsaft, der sich bei der auf fettem Boden gewach-senen Pflanze zu einem mehr süßlichen und minder salzigen umwandelt. Esmüssen demnach nicht die auf fetten Weiden ausgegrabenen Pflanzen zumErtract gesammelt werden, wenn sie gleich ein kraftigeres Ansehn haben.

Das Kraut verliert durchs Trocknen ^4 Feuchtigkeit und giebt dann

z geistiges und -^ wäßriges Ertract; die Wurzel verliert durchs Trocknen ).

Der Löwenzahn wird häufig im ausgepreßten Safte, oder wenn dieser