lamarinäi
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mlge, zähe Masse mit den beschriebenen harten Saamen und den starkenFasern, wodurch die Sciamen in den Hülsen befestigt sind, vermengt. Diewestindischen Tamarinden sind viel weicher, feuchter, weniger zähe, und ha-ben wegen des Zuckers, der ihnen, um ihr Verderbniß zu verhüten, zugesetztwerden muß, einen schwachem und minder sauern Geschmack, daher sie ebenso wenig als die dumpfig riechenden Tamarinden mit aufgequollenen, glanz-losen Saamen angewendet werden dürfen.
Die Abdunstung der Tamarinden in kupfernen Kesseln, oft noch mit ei-nem Zusätze von Essig, macht sie stets eines Kupfergehalts verdächtig, woraufsie durch eine polirte Messerklinge zu prüfen sind.
Vauquelin erhielt durch Abrauchen eines kalten Aufgusses der Tama-rinden Weinsteinkrystalle, von denen auf Zusatz von einigen Tropfen Kalilö-sung noch mehr erhatten wurden. Die dann noch merklich saure Flüssigkeitwurde mit pulverisirter Kreide gekocht, worauf sie unter Aufbrausen citro-nensauren Kalk abschied, der durch Schwefelsäure zerlegt wurde. Die übrigejetzt neutrale Flüssigkeit wurde mit kohlens. Kali versetzt, wodurch kohlens.Kalk anfallt wurde. Dieser Kalk war dennoch an eine Säure gebunden ge-wesen, die ein auflöslichss Kalksalz giebt, und dies konnte keine andere alsdie Aepfelsäure seyn, wie auch die ferneren Versuche bewiesen. Aus der zurSyrupsdicke abgerauchten zähen Flüssigkeit sonderte Alkohol eine graue, zähe,schleimige und klebrige Materie ab; die übrige zur Trockne abgerauchte Flüs-sigkeit gab eine zuckerartige Materie.
Dann wurden die Tamarinden mit Wasser gekocht; die durchgeseihteFlüssigkeit gerann nach mehreren Stunden zu einer braunen zitternden Massedie sich in 2 Theile trennte, in eine flüssige untere und eine darauf schwim-mende, weiche, halbdurchsichtige, gallertartige, welche letztere sich im kaltenWasser wenig auflöslich zeigte, von kochendem Wasser leicht aufgelöst wurde,aber wieder gerann, durch langes Kochen jedoch die Eigenschaft zu gerinnenverlor (Gallertsäure?), Der andere flüssige Theil fetzte beim Verdampfennoch Weinstein ab, und Alkohol schied noch etwas schleimige Materie ab.
Was weder von kaltem noch von kochendem Wasser aufgelöst wordenwar, verhielt sich als ein Gemenge von trocknen, hornartigen Häuten, einigenSaamen und parenchymatöser Materie.
16 Unzen Tamarinden bestehen diesen Versuchen zufolge ans: Weinstein4 Quentchen 12 Gran; Gummi 6 Quentchen; Zucker 2 Unzen; Gallerte 1Unze; (Zitronensäure 1 Unze 4 Quentchen; freier Weinsteinsäure 2 Quent-chen ; Aepfelsäure 4N Gran: parenchymatöser Materie 5 Unzen; Wasser 5 Un-'zen 6 Quentchen 52 Gran, wobei der Überschuß der den ausgeschiedenenStoffen adhärirenden Feuchtigkeit zuzuschreiben ist.
Die Tamarinden werden zu Abkochungen, zur Bereitung des Tamarin-tenmarkes :c. wobei aber kupferne Gefäße zu vermeiden sind, als kühlendes,oder in größerer Gabe als abführendes Mittel verordnet. Von den Ameri-kanern werden die Früchte in großer Menge gegessen.
/M