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1 (1828) Einfache Mittel
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steht nämlich au« Sand; unter derselben befinde! sich ein Lehmlag« und unterdiesem stößt man auf Schichten fossilen Holzes, in dessen Nähe der Bernsteinlagert, gewöhnlich auf einer Schicht Schwefelkies, oder auch wohl Alaunmi-neral. Mit kleine» spatenförmigen, etwa 1^ Zoll breiten Visen wird nunvorsichtig der Bernstein, um das Zerbrechen der größeren Stücke zu verhü-ten, ausgegraben. Line Untersuchung der sogenannten Bernsteinerde vonHagen findet sich in Schweigg er's N. I. 1822. IV. S. 273. Schweig»ger (dessen Beobachtungen auf naturhistorischen Reisen S. 125. und darausin Schw. N. I. 1822. IV. S. 278) sah mehrmals 3 —5 Zoll lange Schichten °von Bernstein zwischen gleichen Schichten des fossilen Holzes, ja öfters mehre«abwechselnde Lagen von Bernstein und Holz, oder letzteres mit Bernsteinkörnernreichlich angefüllt. Die vorkommenden Stücke sinb von sehr verschiedener Größebis zu mehreren Pfunden. Das größte Stück Bernstein, welches wohl jegefunden worden, ist wahrscheinlich dasjenige, welches in Ostpreußen zwischenGumbinncn und Insterburg in einem Graben gefunden, und von dem HerrnMediciliülrath Hagen (Beiträge zur Kunde Preußens 1824. S. 507.) de«schrieben worden ist. Es ist 13^ Zoll lang, LH Zoll breit, auf der einenSeite Z^ Zoll, auf der andern 3' Zoll dick, und wiegt 13 Pfund 15z, Loth.Die Farbe ist eine vorzüglich schöne Kummstfarbe. Es befindet sich in demMineraliencabinet des tönig!. Bergwerks- und Hüttendepartements in Berlür.Eine getreue kunstvolle Nachbildung di-les merkwürdigen Stückes wird indem Cabinct der ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg aufbewahrt. Hr.Mcdicinalralh Hagen hör a. o. O. zugleich eine sehr interessante Samm-lung von Nachrichten über andere große Stücke Bernstein gegeben. Keinjetziger europäischer Baum liefert, bemerkt Schweigger, Harz in so gro-ßen Massen und in solcher Menge, als Bernstein ausgeflossen feyn muß,wohl aber gicbt das südliche Amerika Beispiele der reichlichsten Harzergüsse,wovon Schw. mehrere merkwürdige, ganz mit Insecten angefüllte Stücke,unter dem Namen Copal, in England sah.

Hinsichtlich der Frage, zu welcher Familie der Baum, aus welchemdas nun unter dem Namen Bernstein bekannte Harz floß, gehöre, er-klärt sich Schweig ger gegen die frühere Annahme, daß er eine Palmegewesen sey, und bcweißt, daß er unter die Dikodyledonen gehörte, mit-hin keine Palme styn könne. Schw. sah eine Frucht im Bernstein, welcheihm der Erle sehr ähnlich schien; in einem andern Stücke sah er einenkleinen Strobilus, der allem Anscheine nach einer (unbekannten) Gpcciesder Gattung 1'inu» angehörte, wenigstens nur zur Familie der Conife.ren sich bringen ließ. Auch Herr Hofapotheker Gärtner (Geiger's Ma-gazin 1526. Würz. S. 213.) tritt bei Zusammenstellung der Meinungenüber den Baum, welcher den Bernstein geliefert hat, derjenigen bei, daßer zu der Gattung l'l»»» gehörte, um so mehr, als man auch aus Ter-pcnthinarten Bernsteinsame erhalten hat (Vergl. G. 12.). Es wird vonSchweig ger für wahrscheinlich erklärt, daß nicht aller Bernstein von ei-ner einzigen BauMspecies kam, und als unzweifelhaft angegeben, daß der