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sie bald einen im höchsten Grade beißenden und brennenden Geschmack; esbleibt mehre« Tage eine Uncmpsindlichkeit der Junge zurück, und auf denStellen, wo sie eingewirkt haben, finden sich weiße Bläschen. In,Wasserist er nur wenig löslich, der Weingeist nimmt ihn in der Kalte nur schwerund in geringer Menge, in der Siedehitze aber sehr viel davon auf, wovonsich jedoch beim Erkalten ein großer Theil abscheidet. Die Losung hat einenungemein scharfen brennenden Geschmack, den wenige Tropfen davon einergroßen Quantität Wasser mitzutheilen im Stande sind. Fette sowie ätheri-sche Oele lösen nur in der Hitze diese Substanz auf; erste« erhalten davoneinen ungemein scharfen Geschmack; beim Erkalten scheidet sich fast alles wie-der aus. Verdünnte Säuren lösen diesen Stoff gleichfalls in der Wärmeauf, concentrirte Mineralsäuren zersetzen ihn. Eine Auflösung von kohlens.Kali löst ihn in der Hitze mit rother Farbe auf. In verschlossenen Gefäßenläßt er sich nicht unverändert sublimiren, es gehl vielmehr eine im hol««Grade scharfe klare Feuchtigkeit über, im Halse der Retorte legt sich einegelbliche feste Substanz von brenzligem Gcschmacke an, die sich in Alkoholin der Wärme auflöst, ohne ihm Scharfe mitzutheilen, auf dem Boden derRetorte bleibt eine braune Kohle zurück, die sich ohne Rückstand einäschert.An der Lichtsiamme verbrennt dieser Stoff mit Heller Flamme ohne Nückbleibsel.
Der Anemonenstoff gehört wohl unbezweifelt zu der Claff« der ätheri-schen Oele, und ist wahrscheinlich nur durch einen größern Gehalt von Sau-erstoff verschieden; denn er scheidet nicht aus bei der ersten Destillation, son-dern bei der Cohobation, das anfänglich klare Wasser trübt sich in derRuhe, und die Krystalle scheiden aus. Außer diesen scheidet sich ein feinesweißes Pulver ab, das ohne Geschmack ist, sich weder in Alkohol, noch infetten und ätherischen Oelen, selbst nicht durch Hülfe der Wärm« auflöst,dagegen von den Laugensalzen unter rother Farbe aufgenommen wird, ineiner Lichtsiamme sich zwar entzündet, von derselben entfernt aber nur glüht,— vielleicht ein noch stärker yrydirtes ätherisches Oel.
Der Anemonensioff charakterisirt sich vorzüglich durch seine specifischeEinwirkung auf die Augennerven, welche sich durch einen bohrenden oderschneidenden Schmerz in den Augen, und durch seine Heilkräfte im schwarzenStaa« verrath. Auch verursacht er Reißen im Kopfe, und vermehrt dieAbsonderung des Urins. Auch das destillirte Wasser der Küchenschelle hateinen unerträglich scharfen und brennenden Geschmack, der lange im Mundeanhält. Nach Funke (Trommsd. I. XVIll. I. S. 94.) röchet es die Lack-mustinctur stark, fällt aber weder die Alaum »och Eisenauflösung; Kalkwas-ser und Alkalien stmpfen die Säure ab, ohne die Säure wegzunehmen.
Der wäßrige Aufguß der Pulsatilla ist sattroth, hat einen krautartigen,etwas schwefligen Geschmack; Eiscnauflösimg verändert die Farbe ins dunkelOlivengrüne..
Die Pulsatille wirb am häufigsten im Ertract (eine nicht sehr anzupreisendeFori») und im Aufgusse gebraucht; anch ist der Anemonenstoff versucht wor-den. Aeußeriich wirkt, die Küchenschelle im frischen Zustande blasenziehend.