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Ljnn. ci. XIII. ?olx»nä»>2. Nl«z. 7. ?uh^nw.^u«». <^I. XIII. Ui<l. 1. I<2nuneull»oene.
Die erste« Pflanze kommt fast durch ganz Europa, an trocknen, son-nigen Orten vor.
Die Wurzel ist perennirenb, stark holzig, schwarz. Aus ihr entsprin-gen langgestielte, düppeltgefiederte, zottige Wurzelblätter, mit gezahnten,schmalen, linienförmigen und spitzen Fiederblättchen, die auf der obern Seiteeine vertiefte Linie zeigen. Der Blüthenschatt ist nackt und einblüthig, rundund wollig; seine Linge ist sehr verschieden, bald 3 Zoll, bald 6 —8 Zoll.Unter der Blumenkrone ist eine einblättrige, aufrechte, in viele sehr schmaleund zottige linienförmige Blättchen tief zertheilte Hülle (involucruin), wäh-rend der Blüthezeit ist sie von gleicher Länge mit dem etwa 1 Zoll langenNlüthenstiele, nach dem Verblühen verlängert sich dieser letztere, und läßtdie Hülle weit unten zurück. Di« große und schöne Blumenkrone, welchevor den Blättern erscheint, ist aufrecht, oder doch nur sehr wenig nickend,und besteht aus sechs länglichen violetten Blumenblättern, die auf der inner«Seite glatt, und auf der äußern mit langen weißen Haaren bedeckt sind.
Die schwarze Küchenschelle hat eine Blume, die nur halb so groß :si,als bei ?uI«2tiUa; die Blumenkrone überhangend; die Blumenblätter sindan der Spitze zurückgebogen, innen dunkelviolett, außen mit langen, weißen,zottigen Haaren besetzt. In chemischer Hinsicht ist diese Pflanze von der vo-rigen nicht verschieden, nur äußert sie noch stärkere Wirkung, und ist dieje-nige, mit welcher Störck seine Versuche angestellt hat.
Die Anemonen, diese säst geruchlosen Pflanzen, besitzen im Allgemeinenim frischen Zustande einen scharfen und beißenden Geschmack, und schon beimZerstampfen derselben, noch mehr aber beim Verdampfen des ausgepreßtenSaftes, empfindet man ein Brennen in der Nase, im Schlünde und in denAugen. Getrocknet verlieren sie fast alle Schärfe, und behalten nur einenkrautartigcn, bitterlich«!, zuletzt etwas salzartigcn Geschmack. Man erhältden scharfen Stoff durch Abziehen von Wasser über die frischen Blätter undBlumen sowohl der 5. I'ul«»till2 als .4. praten»!». Cr fetzt sich zun, Lyeilerst in der Ruhe nach längerer Zeit aus dem Wasser ab, und ist als das«igenthümliche flüchtige Princip der Anemonen anzusehen, das man Anemo-nenstoff, weniger passend Anemonencampher genannt hat. Aus der getrock-neten Pflanze läßt sich dieser Stoff nicht darstellen.
Der Anemonenstoff krystallisirt in regelmäßigen gestreiften Prismen,auch »vohl in Spießen, hat eine schneeweiße Farbe, und eine mehr trocineConsistenz, so daß er sich leicht in ein feines Pulver zerreiben läßt. Er istspec. schwerer als das Waffer, ist ferner ganz geruchlos, und bei der ge-wöhnlichen Temperatur scheint er durch Verdunstung fast gar nichts zu ver-lieren. Auf einem heißen Bleche verdampft er aber ohne Rückstand als einscharfer weißlicher Rauch, der besonders auf die Nase und Lungen reizendeinwirkt. Sein Geschmack ist, wenn man die ganzen Krystalle kostet, nuretwas fettig, schmelzt man sie aber vorher au der Lichtflamme, so verursachln