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mit Alkohol ausgezogen gab ein Gummi; was der Alkohol noch aufgelösthatte, kam mit dem sogenannten Extractiu- oder Farbestoffe überein. DerBlätterrüctstand war jetzt Pflanzenfaser.
500 Gran der Blätter enthalten: ätherisches Oel 7,8N; Blattgrün (Chlo-rophyll) 57,00; Hartharz 37,50; eisengrünenden Gerbestoff mit saurem äpfels.Kalke 13,00; cisengrünenden Gerbestoff mir saurem äpfels. und essigs. Kalkeund Kali 2!,00; nicht krystallisirbaren Zucker 15,00; braunrn Farbestoffmit saurem äpfels, Kali und Kalke 23,00; Gummi (durch Wasser 30,5, durchAetzlauge ausgezogen 155, zusammen) 186,50; Ertractivstoff, durch Aetzlaugegewonnen, 34,00; Ulmin 20,00; Faser 55,00; Feuchtigkeit30,00. 8^499,80.
Der Porsch, eine mit narkotischen Eigenschaften begabte Pflanze, wurdevon schwedischen Aerzten, auch von Linne im Keuchhusten und in Hautaus-schlägen empfohlen. Von den üandleuten wird die Abkochung gebraucht, umdurch Waschen des Rindviehes damit das Ungeziefer zu tödten. Motten undWanzen sollen, wenn man das trockne Kraut zwischen die Kleider und Bet-ten legt, vertrieben werden. Per Porsch soll auch zum Gerben des Ledersbrauchbar seyn. Ein schädlicher Mißbrauch wird bisweilen dadurch getriebendaß man dem Viere Porsch zusetzt, um es berauschender zu machen.
I^evZ8ti<:uln. Die Wurzel. Liebstöckelwurzel.
I^ßuzlieum Iievisticuln I/mn. Eine ausdauernde Pflanze des
südlichen Deutschlands, in Garten angebaut.
Die walzenförmige, zusammengedrückte Wurzel, außen insBraune sich neigend, innen weißlich, von aromatischem, etwaswiderlichem Geschmack« und Gerüche. Sie werde im Fnchlingegesammelt.
l^u8tlci>m ^ovi«tieum I>inn. Der gewöhnliche Liebstöckel.l.inn. l)l. V. I'ßnt»n<1ii». lli'll. 2. viz^nia.^U8«. ci. Xll. 01-6. 2. ^mdelli^iüß.
Der gemeine Liebstöckel wächst in Frankreich, Italien, der Schweiz, undwird bei uns sowohl in Gärten als auf dem Felde gezogen.
Die Wurzel ist dick, spindelförmig und ästig. Die Stengel erreicheneine Höhe von 2—6 Fuß, sind hohl, dick, glatt, gestreift und wenig ästig.Die glatten, glänzenden Blätter sind unregelmäßig, aus breilappigen, keil-förmigen, oben eingeschnittenen Blättchen zusammengesetzt und mit Blatt-scheiden versehen. Die Dolden mit blaßgelben Blümchen bilden sich am En-de des Stengels, Die gemeinschaftliche Dolde ist vielstrahlig, so wie auchdie besondere, welche halbkugelig ist.
Die Nlüthezeit ist Juni bis August; die Saamen reifen im September.
Die offuinelle Wurzel ist einen halben, oft einen Fuß lang, oben übereinen Zoll stark, mit vielen pfeifenstieldicken Aesten beseht, fleischig, äußerlichvon gelbbrauner, inwendig von weißer Farbe, und besitzt einen starken, durch-dringenden, scharfen, gewürzhaftcn, nicht für Jeden angenehmen Geruch, und