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Blätter sind ziemlich hart, fest, linien-lcmcettförmig, eine Linie breit, einenZoll auch drüber lang, am Rande zurückgerollt, oben dunkelgrün und glatt,de» Rosmarinblattern ähnlich, unten braunfilzig. Die weißen, bisweilenrechlichen Blumen bilden an den Enden der Zweige Doldentrauben, und sindvor der Blüthe hängend. Der einblättrige sehr kleine Kelch ist fünfspaltig;die Blumenkrone einblättrig, flach und fünftheilig. Die Frucht ist eine fünf-fächrige Saamenkapsel mit vielen kleinen länglichen Saamen.
Der Porsch blüht im Mai bis Juli.
Das Kraut besitzt im frischen Zustande einen sehr starken, terpenthinar-tigen, widrigen, betäubenden Geruch und einen bittern zusammenziehendenGeschmack.
Westring erhielt bei der Destillation mit Wasser nur ein Destillatvon angenehmen, einigermaßen rosenähnlichem Gerüche. Nach Hagen erhältman ein bitterlich gewürzhaftes Wasser von betäubendem Gerüche und einweißes ätherisches Oel.
Hr. 0r. Meißner (Bett. Jahrb. XXVlll. 2. S. 1?«,) hat denSumpfporsch zerlegt. Durch Destillation mit Wasser wurde ein wie dasKraut riechendes, brennend aromatisch schmeckendes ätherisches Oel erhalten.Dann wurde nach einem Alkaloid geforscht, aber keins gefunden.
Durch Behandlung der Blätter mit Schwefelacher und Verdunsten des-selben wurde ein grün gefärbter Rückstand erhalten, welcher mit schwachemAlkohol behandelt und nach dem Verdunsten der Flüssigkeit wieder mit Was-ser ausgezogen wurde. Die hierbei zurückbleibende Materie war ein Hart-harz. Die nach der Behandlung des durch Aether erhaltenen Exrractes mitWeingeist gebliebene Nasse wurde gleichfalls mit Wasser an darin auflösli-chen Tbeilen erschöpft und diese Auszüge mit den von dem Hartharze er-haltenen vereinigt und verdunstet. Der Rückstand war dunkel gelbbraun,roch wie das Kraut, schmeckte zusammenziehend, bitterlich, schwach sauer,röthete bleibend Lackmuspapier, behielt eine weiche Consistenz, und verhieltsich wie ein eifengrünender Gerbestoff mit äpfclsaurem Kalke. Der von Al-kohol und Wasser nicht angegriffene Nheil des ätherischen Extracts war grün,ohne Geruch und Geschmack und war das Blattgrün.
Der Blätterrückstand, wiederholt mit Alkohol digerirt, gab ein geistigesVltract, welches wieder mit Wasser behandelt wurde; diese währigen Aus-züge gaben nach dem Verdampfen ein Ertract, welches aus unkrystallisirbaremZucker, eisengrünendem Gerbestoffe, saurem üpfels. und essigs. Kalke und Kalibestand. UM das Wasser nicht aufgenommen hatte, war das schon er-wähnte Hartharz.
Der Blätterrückstand wurde dann mit Wasser ausgekocht, abgerauchtund das Ertract mit Alkohol behandelt, welcher einen braunen Farbestoffmit saurem äpfels. Kali und Kalk aufnahm. Der in Alkohol nicht auflösli-che Theil verhielt sich wie ein gefärbtes Pflanzengummi. Durch Behandelnmit Aetzlauge und nachheriges Sättigen mit Essigsäure wurde ein Niederschlagerhalten, der Ulmin zu scyn schien. Die salzige Flüssigkeit verdunstet und
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