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I>5l,n,8. Die Beeren. Lorbeeren.I^I,I-U8 no^Nl8 l^Inn. Ein Baum des südlichen Europas.
Rundliche, schwarzliche, runzlige Saamcn, mit leicht abzu-sondernder Schale, mit bräunlichem, hartem, in zwei Theilethcilbarem Kerne, von aromatischem Gerüche.
I^uru» nodili» I_,!nn. Der gemeine Lorbeerbaum.l>inn. Ol. IX. I^nnß»n6r<». Ui»I. 1. lUunoA)»!».
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Dieser schöne Baum ist schon seit langer Zeit bekannt, unb ausgezeichnetdurch seinen prachtvollen Wuchs, seine Haltung, sein immergrünes Laub undseine balsamischen Ausdünstungen. Die alten Griechen weiheten ihn demGott der Poesie und der Künste; auch waren seine Zweige zugleich bestimmt,der Sieger Stirne zu zieren.
Daß Vaterland des Lorbeerbaums ist ursprünglich Kleinasien; auchwächst er im nördlichen Afrika, in Griechenland, Italien, Spanien, undscheint ebenfalls in den südlichen Gegenden Frankreichs einheimisch gewordenzu seyn. Da er gegen unser Klima etwas empfindlich ist, und bei der Kalt«im Freien nicht wohl ausdauern kann, so wird er bei uns in Gewüchshau»fern durchwintert.
Der Lorbeer erhebt sich zu einer Höhe von 20, bisweilen von 25 bisZc> Fuß. Seine Aeste sind biegsam, gerade, braungrünlich und gegen denStamm anliegend. Dieser ist platt und ohne Knoten; die Rinde nicht sehrdick, das Holz porös und schwach. Die immergrünen, abwechselnden, kurz«gestielten, lancettförmigen Blätter ^sind hart, steif, lederartig, ganz unge-thcilt, etwas wellenförmig an den Rändern, auf beiden Seiten glatt, geä-dert, oben von dunkelgrüner Farbe und glänzend, unten blässer und 3 — 5Zoll lang, sie besitzen einen stark gewürzhaften Geruch und Geschmack. DieBlüthen sind klein, weißgelblich, meistens vierspaltig, und stehen in denBlattwinkeln in kleinen Dolden. Die Frucht, eine Steinfrucht, uneigentlichBeere genannt, ist eiförmig, länglichrund, fast von der Größe einer klei-nen Kirsche, von schwärzlichblauer Farbe, an der Basis nackt, einfächerigund enthält unter einer dünnen zerbrechlichen Schale einen dicken weißlichenKern, der in zwei Theile zerfällt und einen eigenthümlichen stark gewürzhaf,ten Geruch, Und einen bittern, fettigen, gewürzhaften Geschmack hat. Die-ser Kern enthält zwei Oele, ein ätherisches wasserhelles, welches man durchDestillation erhalten kann, und ein fettes, butterartiges, grünes, welchesdurch Auspressen oder Kochen mit Wasser gewonnen wird.
Die sehr runzligen, angefressenen, leichten und schwach riechenden Lor-beeren sind untauglich.
Bonastre <Buchn. Repert. XVIl. S. 190.) macerirte die von ihrerSchale befreiten und gepulverten Lorbeeren mit absolutem Alkohol 48 Stun-den lang. Die durch Abdunsten concentrirte Flüssigkeit wurde in einem glä-