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1 (1828) Einfache Mittel
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was Butter Z8,00; Milchzucker 35,00; salzs. Kali 1,70; Milchsaure, essigs.Kali mit einer Spur milchsauren Eisens 6,00; Phosphors. Erden 0,30.

Von diesen Bestandtheilen ist der Milchzucker, der ein charakteristischerBestandtheil der Milch und nur in dieser vorhanden ist, officinell. Er wirdin der Schweiz im Großen bereitet. Die zur Consistcnz des Honigs einge-dickten und in besondern Formen an der Sonne getrockneten süßen Molkengeben den rohen Milchzucker. Wird dieser in Wasser aufgelost, mit Eiweißabgeklärt, und bis zur Syrupsdicke abgeraucht, so erhält man den gereinig-ten Milchzucker in starken, rindenartigen, milchweißen Stücken, die untenglatt und oben krystallinisch sind, mit rechtwinklig parallelepipedischen End-spitzen. Die Krystalle sind halbdurchsichtig, und wenn sie vollkommen ausge-bildet sind, so stellen sie regelmäßige Parallelepipeda dar, die mit vierseitigenPyramiden zugespitzt sind. Sie sind ziemlich hart, jedoch zerreiblich, von1,543 spec. Gew.; der Geschmack ist nur schwach süßlich, erdig. Von demgemeinen Zucker unterscheidet sich der Milchzucker, die härteste Zuckerart, sodaß er zwischen den Zähnen kracht, überhaupt durch eine größere Cohäfion;er ist daher auch in Wasser viel weniger auflöslich, als der gemeine Zucker,denn er erfodert bei gewöhnlicher Temperatur 8 9, in der Siedehitze 4Th. Wasser zu seiner Auflösung, ohne einen Syrup zu bilden. Alkoholäußert auch in der Wärme keine merkliche Auflösungskraft.

Die Auflösung des Milchzuckers zeigt eben so wie die des gemeinenZuckers auf keines der Mctallsalze eine Reaction, sie ist aber nicht wie dieseder weinigen Währung fähig. In der Hitze verhält sich der Milchzucker wieder Zucker, und giebt dieselben Producte, nur in einem etwas verschiedenenVerhältnisse. Das empyreumatische Oel hat einen der Benzoesäure ähnlichenGeruch; die Kohle enthält kohlens., Phosphors, und schwefelsauren Kalk»Nach Berzelius enthält der krystallisirte Milchzucker in 100 Th. 12,333Wasser, und besteht in diesem Zustande aus: 39,474 Kohlenstoff; 7,167Wasserstoff und 53,359 Sauerstoff. Die Bestandtheile des wasserfreien Milch-zuckers sind: 45,267 Kohlenstoff, 6,385 Wasserstoff und 48,343 Sauerstoff.

Der gepulverte Milchzucker mit Salpetersäure destillirt giebt die im Jahre1780 von Scheele und Hermbstädt entdeckte Milchzuckersäure, welcheallgemein den Namen Schleimfäure führt, da dieselbe Säure auch durch Er-hitzen von 1 Th. Gummi mit 2 Th. Salpetersäure erhalten wird. Außer-dem wird Aepfel- und Kleesäure erhalten. Der Milchzucker scheint hienachgleichsam zwischen Zucker und Gummi zu stehen. In destillirtem Essig löstsich der Milchzucker leicht auf; aus dieser Auflösung schießt er beim Verdun-sten in eben so festen Krystallen an, als aus der wäßrigen Mineralsäure;Alkalien, Erden und Metalloryde scheinen mit dem Milchzucker wirkliche che-mische Verbindungen einzugehen.

Bisweilen kommt ein Milchzucker vor von gelblicher Farbe, von einemsäuerlichen Geschmack« und einem fetten Gerüche; er röthet dann die Lack-mustinctur und braust mit Alkalien auf. Ein solcher Milchzucker ist aussaure» Molken bereitet und bildet gewöhnlich kleine kegelförmige Brodc; er