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1 (1828) Einfache Mittel
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IlXllrar^rum

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Von dergleichen kälteerregenden Mctallauflösungen, die wohl von denselbenUrsachen, welche die Kälteerzeugung bei Auflösung der lrystollisirten Salze inWasser bedingen, abzuleiten seyn möchten, werden mehrere Beispiele ange-führt.

Das Quecksilber ist eins der schätzbarsten Heilmittel, ein 8pocilic»mgegen Syphilis, aber auch in vielen andern Krankheiten, z. B. den Entzün-dungen lt., unentbehrlich, daher es auch sehr vielen Präparaten und l'un,.po5itl8 zur Basis dient. Die Abkochung des laufenden Quecksilbers mitWasser oder Milch, wobei dasselbe nicht den mindesten Gewichtsverlust erlei-det, wird als wurmtreibend gerühmt. Auch zu Räucherungen gegen syphili-tische Nachrrankheiten, alte Rheumatismen ?c, wird es gebraucht, und diezu dergleichen Räucherungen bei den Indianern übliche Masse ist folgende:Quecksilber 5H', Blciglätte H H' (5W, rothes Meiernd M undKupfervitriol Zst. Aber auch in den Künsten und Gewerben bedient mansich des Quecksilbers zu verschiedenem Gebrauche, wie zum Belegen der Spie-gel, zu Vergoldungen und Versilberungen (wozu nämlich die Gold- und Sil-beramalgame angewandt werden, und von denen das Quecksilber durch Hitzenachher ausgetrieben wird), zum Ausziehen des Goldes und Silbers aus denErzen u. s. wV Da das Quecksilber auf den Organismus nachtheilg ein-wirkt, so daß die Präparate daraus zu den sehr gefährlichen Giften gezahltwerden müssen, so äußern auch die Dampfe des metallischen Quecksilbers ihrenachtheilige Einwirkung, so daß Vergolder, Spiegelmacher, welche diesenDämpfen lange ausgesetzt gewesen sind, nach mehrjähriger Arbeit bisweilenin eine eigene plagende Schwachheit des Muskelsystcms verfallen, die von ei-nem beständigen Zittern in jedem dem Willen unterworfenen Muskel beglei-tet wird, welchem selten geholfen werden kann. Es ist also von der größ-ten Wichtigkeit, daß diese Personen sich so viel als möglich hüten, das Me-tall mit bloßen Händen zu berühren, und daß die Dämpfe desselben aus demZimmer gehörig abgeleitet werden.

Der schädlichen Wirkungen wegen ist es von Wichtigkeit, das Queck-silber in den Vermischungen und Auflösungen erkennen zu können. Die Queck-silbersalze haben im Allgemeinen folgende Merkmale: 1) Blausaures Eisen-kali gieöt einen weißen Niederschlag; 2) Schwefelwasserstoff einen schwarzen;

3) Salzsäure oder salzfaures Natron mit den Orydulsalzen einen weißen;

4) Gallussäure einen orangegelben Niederschlag; 5) eine Kupfertafel giebtQuecksilber; 6) die Orydulsalze werden durch alle Alkalien schwarz, die Oxyd-salze pomeranzengelb gefällt, ausgenommen durch das Ammoniak, welches dieletzteren weiß fällt; 7) in einer schlvachen Rothglühhitze sind sie flüchtig. Diesicherste Probe, das Quecksilber mag nun im trocknen Salzzustande ober inder Auflösung vorhanden seyn, besteht darin, daß man das Salz auf einegut polirte Kupferplatte streicht, oder diese Platte in die Auflösung taucht.In beiden Fällen bildet sich ein weißer Fleck oder ein weißer Uebe.zug, diedurchs Reiben weiß werden, und in der Hitze verschwinden, was sie vonden durch Silber bewirkten Flecken unterscheidet, welche feuerbeständig sind.

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