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1 (1828) Einfache Mittel
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Um bas Quecksilber von diesen Beimischungen anderer Metalle zu be-freien, und ein gereinigtes Quecksilber darzustellen, muß dasselbe einer De-stillation unterworfen werden, wie im 2ten Theile bei 11^6, »r^) rum 6«>pur»tuin gezeigt werden wird.

Das reine Quecksilber ist zinnweiß, stark glänzend, und unterscheidetsich von allen andern Metallen durch seine außerordentliche Flüssigkeit, welchees nicht nur bei der gewöhnlichen Temperatur, sondern auch bei den niede-rern Graden derselben beibehält, und nur erst bei einer Kälte von 32 ° R.(durch Vermischen des trocknen sahsauren Kalkes mit Schnee zu erhalten)verliert, wo es fest wird, in Oktaedern und Nadeln krystallisi'rt, sich strecken,mit dem Messer schneiden und hämmern laßt, bei der Berührung heftigeSchmerzen erregt Und die Haut weiß macht. Das fpec. Gew. des flüssigenQuecksilbers ist -- 13,568, des geftornen 14,391. Es ist flüchtig und erhebtsich schon bei der gewöhnlichen Temperatur in kleinen Theilchen, besondersim luftleeren Räume, wie bei Barometerröhren zu seh«n ist, daß es sich aberauch im lufterfüllten Räume verflüchtige, sieht man daran, daß, wenn maneinen Tropfen Quecksilber in eine Bouteille schüttet, und am Pfropfen, mitdem man dieselbe verschließt, ein Goldblatt befestigt, dieses nach einigen Ta-gen amalgamirt ist. Vom Wärmestoffe wird es in allen Temperaturen, biszum Siedepunkte, gleichförmig ausgedehnt (daher seine vorzügliche Brauchbar-keit, die Grade der Temperatur zu messen). Der Siedepunkt desselben fälltnach Hinrich's Versuchen bei 356^ °, nach Du long und Petit bei-I- 360 ° ein, bei welchem es sich in Dampfen verflüchtigt.

Das Quecksilber hat zum Sauerstoffe nur eine geringe Verwandtschaft,denn durch die bloße Einwirkung der atmosphärischen Luft wird es nichtmerklich verändert. Schüttelt man das Quecksilber beim Zutritte der Luftunter Mitwirkung von Wasser, Aether, Terpenthinöl, Zucker, Fett u. s. w.so wird es in ein schwarzes Pulver verwandelt, welches sonst unter demNamen: ^etliiop« per «n, bekannt und gebräuchlich war. Es ist diesesaber nicht eine Verbindung des Quecksilbers mit Sauerstoff, nicht ein Oxy-dul, sondern es besteht aus kleinen, durch die Zwischenlagerung der fremdenMaterien getrennten Kügelchen, die sich bei Entfernung der fremden Mate-rien wieder zu laufendem Quecksilber vereinigen. Gleiches gilt von dem Töd-ten, der Extinction des Quecksilbers durch anhaltendes Zusammcnreibcn mitZucker, Gummi, Fett :e., welches man sonst für eine Oxydulation angesehenhat. Bei Oxydirung des Fettes :c. wird jedoch allmalig ein Theil Quecksil-ber wirklich in Oxydul verwandelt. Wird aber das Quecksilber bei der Siebe-hitze unter Zutritt der Luft in Dämpfe verwandelt, so geht es mit demSauerstoffe derselben eine Verbindung ein, und wird in rothes Oxyd ver-wandelt, sonst Unter dem Namen Älerouriu« praeoipiww» per »e bekannt.Eine größere Hitze hebt aber diese Verbindung wieder auf, treibt den Sauer-stoff aus, und stellt das metallische Quecksilber wieder her.

Das Quecksilber stellt mit dem Sauerstoffe 2 Verbindungen dar: 1) dasOxydul. Man erhält dasselbe, wenn Quecksilberchlonir (tÄume!) in feinemI.. 31