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mit Wasser gefüllten Glase die in demselben befindlichen Thiere auf derStelle getödtet werden, so hat man auch die Gefäße vor einer Ammoniak-dämpfe enthaltenden Luft, die sich in dem Wasser auflosen würden, zu be-wahren; es ist daher nicht räthlich, dieselben in den OWnen oder Apothe-kenkellern, wo dergleichen Dämpfe durch Oeffnen der Standflaschcn sich ver-breiten , aufzubewahren,
Zur Aufbewahrung sehr großer Mengen Blutegel, als Handelsartikel/empfiehlt Zier den Thieren eine solche Wohnung zu geben, welche terjeni- 'gen möglichst gleich kommt, die sie im freien Zustande haben, als kleineTeiche graben zu lassen von 7—8 Fuß Tiefe, deren Wände nur wenig vender senkrechten Linie abweichen. In Teiche von 5 —S Fuß Durchmesser kön-nen etwa 20,(100 Stück gesetzt werden.
Hartmann (Buchn. Repert. XXIII. l. u. 2. S. 1 — 90, mehrerelehrreiche Abhandlungen über diesen Gegenstand enthaltend) erklärt zur Auf-bewahrung und Vermehrung der Blutegel für erfoderlich einen künstlichenTeich aus Lehm und Thonlager, der, um einen möglichst gleichen Wasser-stand von s—4 Fuß Tiefe zu erhalten, mit einer gegen das Fortgehen derEgel durch ein feines Drathsieb oder einen mit Leinwand bezogenen Korbvon Reisern gesicherten Abzugsröhre versehen wird. Zier hatte früher em-pfohlen , die Teiche gegen die nachtheilige Wirkung der zu sehr erwärmtenSonnenstrahlen durch angepflanzte Bäume zu schützen. Hierdurch entstehtaber der Nachtheil, daß zur Zeit des Abfallens der Blätter von den Bäu-men die Teiche sehr verunreinigt werden, und dadurch das Wasser in eineden Blutegeln nachtheilige Währung und Fäulniß gebracht wird. Zier em-pfahl daher später, auf dem Teiche die breiten Blätter der K^mpl,«-» »IKn,Oltna p2lu«tll8 umherschwimmen zulassen. Hart mann bedient sich hierzuder ganzen Pflanze des I'ot-inloziiton.
Jedes weiche Wasser ist zur Anlegung solcher Teiche tauglich, welcheskeine schwefelsaure und kohlensaure Kalkerde oder salzsaures Natron enthält.Um die Egel aus einem solchen Teiche zu fangen, ist das geringste Geräuschauf der Oberfläche durch Ruderschlag, Plätschern mit einer Stange «. hin-reichend , um sie auf die Oberfläche zu locken und mit einem Netze von Gazezu fangen. Zur Versendung empfiehlt Hartmann das feuchte Torfmoos(8pn»znun>), auf welches man sie schichtweise legt; obenauf muß Moos miteinem geringen Drucke liegen, damit sie etwas gedrängt sich schichtweise imKistchen befinden. Zier empfiehlt kleine Säcke von dichter grober Leinwand,so daß in einen Sack von etwa 18 Zoll Höhe und 12 Zoll Breite bis 1000Thiere gegeben werden können. Ein Sack wird neben oder so über den an-dern gelegt, daß jeder auf einer Unterlage (einem Brette), die jedoch den unternSack nicht berührt, ruhet. Diese Säcke taucht man täglich einmal, ohne siezu offnen, in reines kaltes Wasser, denn die Blutegel wollen überhaupt nichtauf lange Zeit in oder unter Wasser seyn, weshalb man auch bei ihrer Auf-bewahrung ihnen Gelegenheit lassen muß, sich außerhalb des Wassers aufzu-halten.