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Uirullo

sehr kühlen Tagen. Aber während ter Ruhe erhalten sie reines Teich - oberFlußwasser, nie aber Brunnenwasser, welches immer zu kalt ist. DiesesWasser, welches, sobald die Reise fortgesetzt werden soll, behutsam abgegos-sen wird, nimmt den abgesonderten Schleim hinweg. Auch darf ihre An-zahl in einem Gefäße nicht zu groß seyn, so Z> B. n einem Gefäß von 200Quart nicht mehr als 5000 Thiere.

Ein zweites Erfoderniß ist, zum Ueberwiniern nur "olche Thiere zuwählen, welche nicht zu groß, vielmehr von mittlerer bis zur kleinsten Größesind. Die Blutegelfischer wählen aber, der größern Ausbeut? wegen, gernsolche Orte, wo jene die mehrest« Nahrung finden, d. h. an welchen sichwarmblütige Thiere, Viehheerden u. s. w. aufhalten, denen sie Blut absaugen.Solche Thiere sind bedeutend größer, färben das Wasser blutroth, lassen beieinem mäßigen Drucke mit den Fingern etwas Blut fahren, und bringen alsoden Keim der Krankheit und des Todes schon mit sich. Solche Blutegelsterben aber nicht allein bald ab, sondern sie taugen auch deswegen weniger,weil sie in Folge ihrer Sättigung nicht gern ansaugen.

Bisweilen bemerkt man auch, wenn man die Blutegel mäßig mit demFinger drückt, in ihrem Innern eine Verhärtung. Diese Verknorpelung, welcheauch auf die gesunden übertragen wird, nimmt schnell so sehr übnhand, daßbald der ganze Körper verknorpelt ist, und da« Thier stirbt. Doch hat mannicht nöthig, jedes Thier zu untersuchen, es genügt, aus der zum Verkaufangebotenen Menge einige Hände voll zu prüfen.

Der Krankheiten, welchen die Blutegel auch während ihrer Aufbewah-rung unterworfen sind, wird weiter unten noch besonders gedacht werden.

Die zu sehr ermatteten Blutegel, die in nicht zu kaltes Wasser ge-worfen, nicht munter, sondern nur langsam darin herumschwimmen, undnach einigen Bewegungen niederfallen und sich ruhig verhalten, die zwischenbeide hohl zusammengehaltenen Hände einen Augenblick geschüttelt sich nichtschnell in Kugeln zusammenziehen, sondern mehr oder weniger lang bleiben,taugen nicht zum Ueberwintern. Als ein Zeichen der Krankheit betrachtetman noch, wenn der Mund oder der After des Thieres oder beide zugleichwulstartig hervorstehen oder bedeutend klaffen.

Wenn nun gesunde Thiere zur Ueberwinterung ausgewählt worden, sohängt von der Art ihrer Abwartung weniger ab, als man gewöhnlich an-nimmt, so z. B. ob man ihnen wöchentlich zweimal oder einmal, oder mo-natlich frisches Wasser giebt, wobei jedoch öftere Erneuerung des Wassers,so lange es von den Blutegel roth gefärbt wird, aus den vorhin angeführ-ten Gründen nothwendig bleibt. Sonst hat Hr. Zier Blutegel währendeines halben Jahres in demselben Wasser aufbewahrt, so daß sich bereitsseit langer Zeit die vegetabilische grüne Materie gebildet und alle Wände desGefäßes überzogen hatte, und dennoch lebten die Thiere im besten Wohlseynfort. Auch scheint den Thieren die Art nicht gleichgültig zu seyn, wie manihnen das Wasser giebt, denn es sterben bei weitem mehrere, wenn man dasWasser mit einer gewissen Heftigkeit von oben herab auf sie fallen läßt, als