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1 (1828) Einfache Mittel
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Ilirulin

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Zum Transport der Blutegel bedienen sich Einige hölzerner Gefäße, ge-wöhnlich halbe Ankergefäße, die vorher mit kochendem Wasser rein ausge-laugt seyn° müssen, und in denen weder Tabak noch Salz oder dergl. gewe-sen seyn darf. In ein solches Gefäß werden 2 — 3000 Stück, die kleinenvon den größern geschieden, trocken eingesetzt; nach 36 Stunden wird ihnensoviel Waffer gegeben, daß der vierte Theil des Gefäßes damit angefüllt ist,und so werden sie auf den Transport zu Wagen gegeben. Wenn der Trans-port über 8 Tage dauert, so stirbt ein großer Theil, um so mehr, wennwährend desselben große Hitze oder ein Gewitter eintritt. Andere bedienensich reiner, jedoch ohne Seife gewaschener leinener Säcke von der Größe, daßjeder 3 Metzen halten kann, In jeden solchen Sack stecken sie 2000 Blut-egel, und transportiren sie durch Tragen, nicht zu Wagen, um die zu starkeErschütterung zu vermeiden. Bei einem herannahenden Gewitter senken siedie fest verbundenen Säcke in einem Teich, Sumpf oder See, nicht aber infließendes ober gar reißendes Waffer, und lassen sie so lange darin, bis dasGewitter vorüber ist. Ein gleiches thun sie, so oft sie selbst der Ruhe pfle-gen, oder es sonst für nöthig halten. Dieser Art des Transports, die amzweckmäßigsten scheint, bedienen sich besonders die aus Frankreich kommendenHändler. Noch Andere versenden die Blutegel in feuchtes Moos gepackt,bei welchem Transport aber von 8 Stück wenigstens 5 sterben sollen.

Da hiernach die Blutegel ein so bedeutender Gegenstand des Handelsgeworden sind, so ist auch die Aufbewahrung demselben i,n großen Massennothwendig geworden, wozu denn auch vielfältige Anweisungen ertheilt sind.Dahin gehören die Abhandlungen von HHfner (Buchn. Rupert. XV. S.1l9.) und besonders v. vi-. Zier (Buchn. Repert. XVII. l. S. 1.). Daserste Erfoderniß hierbei ist dieses, daß man nur gesunde und muntere Blut-egel zur Ueberwinterung bestimme. Den Schleim, welcher bald bei den ge-fangenen Blutegeln sich zeigt, sieht Zier als Folge einer Angst oder einesgereizten Zustandes an, und in sofern als etwas dem gesunden ZustandeUnangemessenes, welches durch seine schnelle Fäulniß nur nachtheilig auf dieGesundheit wirken kann. Noch schädlicher ist es, daß diejenigen Thiere, wel-che sich an den Füßen der Fischer festsaugten, gewöhnlich mit Heftigkeit ab-gerissen, und dadurch so bedeutend »erletzt werden, daß sie früher oder spätererkranken und sterben. Ein weite« Transport aus entfernten Gegenden wirktauch gewöhnlich sehr nachtheilig, besonders in der warme» Sommerszeit, wo-durch sie schon so ermattet und krank ankommen, daß es nicht möglich ist siezu überwintern. Die beste Zeit zum Fange ist daher das Frühjahr oder derHerbst, und auch selbst in diesen Jahreszeiten muß den Gefangenen Ruheauf der Reise gestattet werden. Da überdem in die Monate Mai bis Sep-tember die Fortpflanzung und Vermehrung der Blutegel einfällt, so ist diesein wichtiger Grund mehr, den Fang der Thiere in diesen Monaten zu un-terlassen. Während der Bewegung der Thiere durch das Tragen, Fahrenoder Schiffen darf man ihnen kein Waffer geben. Allenfalls ertragen sie es,nach Zier, beim Schiffen, beim Fahren aber nie gern, es sey denn an

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