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1 (1828) Einfache Mittel
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Hiruäo

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Ililucln. Blutegel.Itiruä» Nie6i<:!n»li8 I^inn. (?uv. Ein Thiel aus der Ordnung

der Ringelwürmer, in den Sümpfen Deutschlands hausig.

Das lebendige walzenförmige Thier, auf dem Rücken braun,mit sechs gelben Streifen gezeichnet, mit gesteckten Zwischenräu-men, unten grau mit schwarzen Flecken.

Dieses zu den im Wasser lebenden, kiemenlosen Ringelwürmern gehörigeGliederthier ist ein Zwitterthier, und hat weder Augen noch äußere Glied-maßen. Der Körper ist länglich, an beiden Enden abgestutzt, in die Queregefurcht, und kann sich sehr in die Lange ziehn. Der Rücke» ist gewölbt,schwärzlichbraun, und mit 6 — 8 gelben oder röthlichgelben Streifen gezeich-net; unten ist der Körper grau mit schwarzen Flecken. Die fortschreitendeBewegung besteht in einem wechselsweisen Zusammenziehen und Ausdehnen desKörpers. An dem schmäler zulaufenden Ende des Körpers ist das Maul be-findlich, welches eine dreieckige Oeffnung zwischen zwei aus biegsamen Fasernbestehenden Lippen ist, in der drei scharfe Zähne stehen, womit sie beim Blut-saugen die Haut durchbohren, und eine dreieckige Wunde zurücklassen. Wennsich der Blutegel einmal angesogen hat, so läßt er nicht eher ab, als bis erganz mit Blut angefüllt ist; doch kann man ihn auch zum Abfallen bringen,wenn man ihm etwas Kochsalz auf den Rücken streut. (Derheim's Ab-handl. in Buchn. Repert. XXI. 3. 1836. S. 341. beschäftigt sich lediglichmit den vorzüglichsten Verrichtungen der Organe der Blutegel, sowie auchder Bericht darüber von Henry, Vi reu und Haller ebendaselbst.)

Dieser Blutegel muß wohl unterschieden werden vom Pferd- oder Roß-egel (Ilirullo »llnzuizuz» I^inn.), so genannt, weil er sich häufig dem Rind-vieh, den Schaafen und besonders den Pferden au die Füße hängt, wenn siedurch den Morast gehen, oder im Wasser saufen und dessen Biß bei Men-schen gefährlich werden kann, weil er Entzündung und Eiterung erregt, undstarke Blutungen zur Folge hat. Dieser Egel hat einen mehr platten,beinahe schwarzen Rücken, mit einem gelben Seitenrande, und einen blaß-farbigen Bauch, aber nicht die gelben Längsstrcife» über dem Nucken. InCeylon hat man giftige Blutegel bewerkt, deren Biß sehr bösartige Wundenerzeugt hat.

Der eigentliche Blutegel wird in klaren Bächen und Teichen gefunden;im Winter erstarrt er, verborgen unter den netzartigen Wurzeln der Wasser-pflanzen. Er saugt den Fröschen, Wassersalamandern und Fischen das Blutaus. Das Verfahren, welches die Blutegelfifcher gewöhnlich beobachten, be-steht barin, daß sie mit entblößten Füßen in solche Wasser gehen, in welchensie Blutegel vermuthcn. Durch starke Bewegung der Füße suche» sie esdahin zu bringen, daß das Wasser sich möglichst trübt, damit ihnen teinThier, welches auf die Oberfläche des Wassers kommt, entwische. Die Blut-egel, theils durch die heftige Bewegung des Wassers beunruhigt, größten-