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1 (1828) Einfache Mittel
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Nippne»8tanunl

die Rinde der altern Stimme aufgerissen, die der jünger« und der Aestöglatt und weißlichgrau. Die entgegenstehenden, langgestielten Blätter sindgefingert, und bestehen aus 6 oder 7 glatten, lancettförmigen Blättchen.An den Blumentrauben sind die obern Blumen männliche, und die unternIwitterblüthen. Der Kelch ist einblättrig, die Krone fünfblättng. Die Fruchtbesteht in einer dicht mit Stacheln besetzten grünen Kapsel. Die Saamen,1 oder 2, sind rundlich.

Dieser Baum blüht im Mai und Juni, die Früchte reifen im Septem-ber und October.

Die officinclle Rinde wird im Frühjahre gesammelt, weder von zu alten,noch von zu jungen Aesten, und von dem noch anhängenden Splinte gerei-nigt. Sie ist leicht, zähe, auswendig mit einer graubraunen, hin und wie-der mit zarten Flechten besetzten Oberhaut bekleidet, wodurch sie ein derChinarinde entfernt ähnliches Ansehen bekommt; inwendig ist sie weißgelboder röthlich angelaufen. Ihr Geschmack ist bitter und sehr zusammenziehend;ihr Geruch angenehm und besonders bemerkbar, wenn sie gekocht wird.

Die wäßrige Abkochung erscheint, so lange sie warm ist, gelbbraun, er-kaltet aber blässer und trübe. Diese sowohl als die geistige Tinctur und dieAuflösung des Grtractes changiren, mit vielem Wasser verdünnt und gegeneinen dunklen Körper gehalten, oder von oben herabgesehen, himmelblau.Diese Eigenschaft verschiedener Stoffe, die Farbe zu changiren, wie man esz. B. bei dem rothen Steinöle, bei der Auflösung des sauren schwefelsaurenChinins und der Quassiatinttur (Kastn. Archiv VI». S. 34.) bemerkt, schreibtHr. Raab (Kastn. Archiv X. S. 121.) einem eigenthümlichen vegetabilischenStoffe zu, den er Schillerstoff nennt, und der unbezwcifelt auch in dieser Rin-de vorhanden seyn müßte. Wegen ihrer zähen Beschaffenheit ist die Rindeschwer zu pulvern.

Ollenroth erhielt aus 1000 Gran Rinde: Faserstoff 774 Gran;Gerbestoff 80; Gummistoff 6s; Ertractivstoff mit sehr viel Gallussäure ver-bunden 72; Verlust 6.

Pelletier und Caventou (Trommsd. N. I. VI. 1. S. 113.;Vuchn. Nepert. XII. S. 217.; Verl. Jahrb. XXIV. 1. S. 77.) konntenkein dem Cinchonin ähnliches Alkaloid entdecken. Sie erhielten: grünlichesfettes Oel; röthlichbraune harzige Materie; rothen Farbestoff; gelben schwachbittern Farbestoff; eisengrünenden, den Brechweinstein nicht fällenden Ger-bestoff; Gummi; Holzfaser und etwas freie Säure, die mit Bittererde einwenig in Wasser, nicht in Weingeist lösliches Salz bildet.

Du Menil (Trommsd. Naschend. 1824. S. I.) digerirte 16 UnzenRinde mit Alkohol von 83 Proc. Die Nincture» gaben nach Abziehen desWeingeistes eine braune Flüssigkeit von herbem und zusammenziehendem Ge-schmack«, welche eine Substanz abgesetzt hatte, die durch Alkohol leicht abge-spühlt werden konnte. Als das Ganze bis auf 12 Unzen abgedampft wor-den, befand sich am Boden wie am Rande der Abrauchschale eine zähe har-zige Materie, die sich durch Zusatz von Wasser und Erhitzung des trüben Ge-