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1 (1828) Einfache Mittel
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Ilellednru» ni^or

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lvendig gelblichweiß, verlieren meistens ihren Geruch und schmecken beimKauen weniger bitterlich, hinterlassen aber noch lange die Empfindung einerSchärfe, und verursachen eine Art Gefühllosigkeit und Erstarrung der Zunge.Pf« ff bemerkt, daß diese ächte Ehristwurzel mit allen angegebenen Charakterenihm noch nicht vorgekommen sey, und daß es ihm zweifelhaft bleibe, od dieMutterpflanze dieser Wurzel auch in der That der IleUenuiu« nizer 1>.sey. Indessen ist denn doch wohl die ichte Ehristwurzel nicht so selten, wenngleich Verwechselungen vorkommen, und zwar vorzüglich 1) mit der Wurzeldes Frühlingsadonis (^<luni« ,ern°>Ii« Q.). Diese ist viel dunkler schwarzund inwendig mehr glänzend weiß; die Fasern kommen unmittelbar aus demWurzelkopfe, nicht aus einer Zertheilung der Seitenäste. Der Geschmack istekelhaft süßlicher, dann seifenhaft und scharf bitterlicher, so wie der Geruchauch der getrockneten weit erdiger ist. 2) Mit der Wurzel der grünen Nies-wurz (Uelledoru« viridis L.), deren Fasern dünner, kürzer, häufiger, vonfahlschwarzer Farbe und sehr ekelhaftem bitterm und fast brennend scharfemGeschmacke sind, welcher sogleich beim Kauen, bei der ächten Nieswurz hin-gegen erst später empfunden wird; auch ist ihre Wirkung viel stärker. Z)Mit der stinkenden Nieswurzel (Ile!!«l>c>ru» lo«ti6u8 1^,), deren Hauptwur-zel dünner, nicht so knollig und fast gerade ist, auch viel weniger kurze, völligschwarze, holzigmarkige Fasern hat, und einen viel ekelhaftem und schärfer»Geruch und Geschmack besitzt. Die Wurzeln des Christophskrauts t/Vetne»»pieat»,), der europäischen Trollblume ('1'roIIiu» «uruz>a«u«), der großenAstrantia (^«tr^nti» m^nr), des blauen Sturmhuls (Aconitum nllpelw»),u. s. w. haben weniger Achnlichkeit, und, bis auf den Sturmhuf, keine Schärfe.

Die schwarze Nieswurz wird im Spätherbste oder gleich nach der Blütheeingesammelt, vorsichtig getrocknet, sorgfältig vor der Luft geschützt und aneinem trocknen Orte aufbewahrt, weil sie sonst leicht ihre Kraft verliert.Ihre Scharfe und Wirksamkeit scheint zum Theil wenigstens auf einem flüch-tigen Princip zu beruhen, da sie sowohl durch langes Liegen an der Luft,als auch durch langes Kochen ganz die brechenerrcgende und purgirende Ei-genschaft verliert.

Feneulle und Eapron (Trommsd. N. I. VI. 2. S. 5l. u. Buchn.Repert. Xll. S. 222.) bemerken bei ihrer Untersuchung der schwarzen Nies-wurzel, daß diese dem Alkohol, mit dem sie kochend ausgezogen wird, einebraune, die Wurzel des llülledorus Inem»!!« dagegen eine schöne smaragd-grüne Farbe mittheile. Bei dieser Untersuchung wurde besonders nach einemAlkaloid geforscht; es konnte aber keins gefunden werden. Die gefundenenNestandtheile waren: 1) eine fette Materie (Weichharz?), braungelb, beißendscharf, besonders im Halse, weich, leicht in Aether, weniger leicht in Alko-hol auflöslich, in Wasser unlöslich, mit einer flüchtigen, der Iatrovhasäureähnlichen Säure verbunden, in welcher die Wirksamkeit der Wurzel liegensoll, was sich aber mit dem Umstände nicht vereinigen läßt, daß diese fetteMaterie mit Waffer und Talkerde gekocht zwar ihre lackmusröthende Eigen-schaft verlor, aber ihre Schärfe vollkommen beibehielt. Es ist vielmehr an-