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100 Th. Guajak enthalten 80 reines Harz und 20 Rindentheile'; in die-sen letzteren fand Buche lz 2,1 Extractivstoff, 1,5 Schleim und Holzfaser.
Das Guajakharz ist besonders der Verfälschung mit Geigenharz unter-worfen. Zur Entdeckung dieser Verfälschung hatte Schaub eine Verfah-rungsweise angegeben, welche die Versuche von T hie mann (Verl. Jahrb.1804. S. 34.) und von Bucholz (Taschenb. 1804. S. 20l. und 1806.S. 64.) veranlasse. Das von Bucholz verbesserte Sch aub'sche Verfah-ren ist folgendes: eine gesättigte Auflösung des verdächtigen Harzes in Wein-geist zerlege man mit so viel Wasser, als eben nöthig ist; zu der erhaltenenmilchähnlichen Flüssigkeit tröpfle man alsdann langsam Aetzlauge hinzu, wosich sämmtliches Gefällte wieder auflösen wird; nunmehr fahre man fort Aetz-lauge hinzuzutröpseln, wo dann bei Unverfälschtheit des Guajakharzes alleshell und ungetrübt bleiben, bei vorhandener Verfälschung mit Geigenharzaber ein Niederschlag erfolgen wird, der in Verhaltniß der Aetzlauge zunimmt,und aus Kolophoniumscife besteht (vergl. oben). Eine ander« von Thie-mann und Bucholz angegebene Prüfungsmcthode besteht darin, daß man1 Th. Guajak mit 4 Th. Terpenthinöl übergießt und sieden läßt. DasTerpenthinöl nimmt zwar beim Sieden auch eine beträchtliche Menge Guajakauf, läßt aber beim Erkalten den größten Theil niederfallen, wogegen dasbeigemischt gewesene Geigenharz oder ein anderes Tannenharz aufgelöst bleibt,und dem Terpenthinöl eine gelbbräunliche Farbe ertheilt. Es ist nicht hin-reichend, das feingepulverte Guaiak mit rectificirtcm Terpinthinöle zu übergie-ßen und zu schütteln; ist nämlich das Geigenharz in einem geringen Verhält-nisse, Z. B. ^, beigemischt, so löst das Terpenthinöl nach Bucholz nurerst in der Siedehitze das Geigenharz; bei größerem Verhaltniß nimmt es dasletztere auch schon in der Digestionswärme auf.
Thie mann erwähnt einer groben Verfälschung, indem das Ganze ein -Gemenge von geraspcltem Bernstein, Gteinchen und Sand mit Geigenharzund etwas achtem Guajak war.
Das Guajak wird als ein noch immer bewährtes Mittel in Pulver- oderPillenform, oder auch mit arabischem Gummi oder Eidotter abgerieben verordnet.Vor einigen Jahren war die sogenannte Guajaktaffia (2 Unzen Guajak mitvier Pfunden Rum oder Zuckerbranntwein digerirt) sehr in Ansehen. Außer-dem werden daraus die officinellen Tincturen und die Guajakseife bereitet.
Olltti 8KU (Nulluni Hlittae. Gummi'gutt.
Der an der Luft erhärtete Saft von der verwundeten (!»roim»(^i>!nl»ogia Itoxb.) einem Baume Ostindiens.
Em Gummiharz, fest, zerbrechlich, auf dem Bruche glänzend,undurchsichtig, von braungelber, beim Reiben citronengelbcr, be-feuchtet lebhaft gelber Farbe, keinem Gerüche, und einem scharf-lichen slMchen Geschmacke. In Wasser wird es fist ganz mit
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