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1 (1828) Einfache Mittel
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Salpetersäure wiederholt über das Guajak abgezogen, so hat der Rückstanddie Eigenschaften eines Harzes gänzlich verloren, und verhält sich als künst-liche Gerbesubftonz.

Mischt man nach Pagen stech er (Trommsd. N. I. lll. 1. S. 447.)die Guajaktinctur mit essig-, salpeter« oder schwefelsaurem Kupferoxyd, undzugleich mit Blausäure, so fällt blausaures Kupferoxydul nieder, und dieFlüssigkeit geht durch Grün und Blau in Braun über, worauf sich die grüneFarbe durch dieselben Mittel nicht wieder hervorrufen läßt. Mischt man dieFlüssigkeit, während sie gerade schön blau ist, mit Wasser, so erhält maneinen blauen kupferfreien Niederschlag, welcher sich nicht in Aether undSäuren, aber in Weingeist mit blauer, in Ammoniak mit grüner Farbelöst, welche beide Farben jedoch bald in Gelb übergehen.

In Chlorgas und in wäßrigem Chlor färbt sich das Guajakpulver schnellgrün, dann blau, dann braun; zugefügtes Ammoniak verwandelt das Brau-ne wieder in Grün und färbt sich eben so; auch in der Guajaktinctur erzeugtChlor einen blauen Niederschlag.

Nach Tadbei (Trommsd. N. I. IV. 2. S. 159. und Berl. Jahrb.1821. S. 120.) bläuet sich das Guajakpulver lebhast, beim Zusammenrei-ben mit Kleber, wofern dieser nicht verdorben ist, und mit Mehlen, welcheKleber enthalten, nicht mit Stärkemehle. Nach Planche (Trommsd. N. I.IV. 2. S. 161.) wird die Guajaktinctur auch ohne Einwirkung von Lichtgebläuet beim Auftröpfeln auf Scheiben folgender frischen Wurzeln: Oocl,'Ie»rill.Xrinurucill und ullieiNllli», 8)i»p!>^tum «Mcinale, Qeuntolluu1'»r»x2cui!l, <^ic!>urium Int^du«, I^)i>^iun< eMüNßzti'e, Ii-i« Kßrmil-nie», X^ni^lilie-» 2ll>», Hxlllnulll tudei'n«um, Inulu Ueleuiun!, HI-tnile» ulüciiiuli», Huueus l^llrutu, 6!^r^i'i'!>>2ii ^ludill, llr2««ic» Xu-j)u», ^retiuni I^llppil, Oulcliieuln »utuiunalß, 8l>pon<iii2 ullieini»!,«,I'umi»r>K <M«i»i»I>«, liuniex »oeto«», ^oui^nnerl» ni«^>->nic<», Lur^Anullielnllli«, ^n^elieil .^loNllN^lie» und Milium ks^2. Bei OloKuiiuu!Int)du» bläuet auch der Saft der Wurzel. Die meisten dieser Wurzelnverlieren beim Trocknen und zum Theil schon beim Erhitzen bis zu ILO °ihre bläuend« Kraft. Folgende frische Wurzeln bläuen nicht die Guajak-tinctur: liumex »outu», lrllß-u'll» >e»e», kolxpu^iuin lilix um» u.s. w. Das mit kaltem Waffer angemachte arabische Gummi bläuet dasGuajakpulver, auch wenn das arabische Gummi zuvor für sich erhitzt war;wenn es aber in heißem Wasser gelöst wurde, so bläuet es nicht, so wieauch Tragonthgummi unter keinen Umständen bläuet. Diese Bläuung mitGummischleim erfolgt nach Brandes (Verl. Jahrb. 1821. S. 143.) bloßbei Zutritt der Luft, und eine Guajaktinctur, welche 14 Tage in einem un-«eikorkten Glase gestanden hat, wird nicht mehr durch arabisches Gummi gc-bläutt. Auch die Milch bläuet nach Planch« die Guajaktinctur; sie ver-liert diese Eigenschaft durch die Siedhitze, selbst wenn man sie nachher erkal-ten läßt, und mit Luft durch Compression sättigt. Das beim Erhitzen derMilch Uebergehende bläuet auch nicht Guajak. Fällt man die Milch durch

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