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Auajacum
oval, glatt, blaßgrün, 1 —N Zoll lang, und 6 — 8 Linien breit. DieBlüthen stehen zu 6 —1U auf 1 — 14 Zoll langen Blüthenstielen an derSpitze der Zweige beisammen. Der Kelch ist aus fünf o»a!en Blattchen ge-bildet. Die Blumenkrone besteht aus fünf keilförmigen stumpfen Blumen-blättchen von blauer Farbe; sie ist doppelt so lang, als der Kelch. DieFrucht ist eine fleischige Kapsel.
Dieser Baum ist in medicinischer Hinsicht vielfach wichtig, indem sowohldie Rinde, als das Holz, als auch das aus dem Stamme austretende Harzals sehr wirksame Arzneistoffe anerkannt sind.
Die Rinde (t!urt. 6uH»el) ist schwer, hart, platt, bis einige Liniendick, auswendig rauh und rissig, schwarzgrün mit bläulichgrauen und gelbenFlecken gezeichnet, inwendig gelblichgrau und auf dem Bruche hellbraun. Sieläßt sich leicht in verschiedene Lamellen zertheilen. Ihr Geschmack ist beißend,kratzend und bitterlich. Wenn diese Rinde lange Zeit aufbewahrt worden ist,so zeigen sich bisweilen auf ihrer inner« Fläche eine große Menge glänzenderKrystallchen, welche Guibourt für Benzoesäure zu halten geneigt ist. Sieenthält mehr gummige .als harzige Theile. Neumann erhielt ^? Harzund ^ wäßriges Ertract.
Das Holz kommt in bedeutend großen Stücken zu Uns, die öfters nochmit der Rinde bedeckt und der Quere nach durchsägt sind. Es ist sehr schwer,dicht, harzig, an einzelnen Stellen gelblich, an ander» bräunlichgrün; ge-rieben verbreitet es einen schwachen aber angenehmen Geruch; der Geschmackist etwas scharf aromatisch. Diese Stücke haben in der Mitte einen schwärz-lichgrünen gestammten Kern von mehr oder weniger Umfang; von da auswerden sie nach dem Aeußern hin immer hellfarbiger und gelblicher. Der in-nere schwärzlich grüne Theil ist der härteste und schwerste, von einem spee.Gew. von 1,333, dabei der harzigste, brennt mit Heller Flamme unter Aus-schwitzung von Harz; der gelblichere Nheil hat mehr von dem beißend kratzen-dem Guajarharze. Ost erhält man es auch in Stücken, die aus den größernStämmen oder Resten der Länge nach geschnitten find; diese sind, je nach-dem sie mehr vom Kerne oder von der Umgebung desselben herrühren, entwe-der olivengrün mit dunkler gefärbten Flammen und länglichen schwarzenPunkten, oder mehr gelblich, ungeflammt, und nur mit einzelnen dunkelgrü-nen Flecken bezeichnet.
In den Apotheken gebraucht man die Raspelspähne (L^ui», 8eod«lixni LuHaei) welche in Seestädten von den beim Schiffsbau vorkommen-den Arbeiten abfallen, oder auch in den Zucht- und Werkhäusern Englandsund Hollands verfertigt werden. Dieses geraspelte Guajakholz ist von gel-ber Farbe, grünlich oder blaugrünlich gefleckt, und in diesem geraspelten Zu-stande tritt die bei Guajakharz zu erwähnende grüne Färbung durch denSauerstoff der Luft noch mehr hervor. Die geschmacklosen, weißlichen Stücke,welche durch die Dämpfe der salpetrigen Säure keine Spur von blaugrünerFarbe annehmen, sind verwerflich.
Die Abkochung der Raspelspähne ist gelblich, verändert ihre Farbe an