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I^inn. Ol. Xll. Ieo8»näiic>. vrä. 1. Monoz^ni».^lu»». N. XIV. Urä. 7. Ill^iti.
Der gemeine Granatbaum, welcher wild auch strauchartig, cultivirt abermehr baumartig wächst, und eine Höhe von 16 —18 Fuß erreicht, ist inden wärmeren Gegenden in Wen, Afrika und auf den Antillen zu Hause.Er soll von den Römern während der punischen Kriege (woher der Nameruni«») nach Italien gebracht worden seyn, und wächst jetzt auch in andernLändern des südlichen Europas, in Portugal, Spanien, Frankreich und derSchweiz an Feldern und Mauern, besonders aber auf Kreideboden. InDeutschland wirb er in Kübeln gezogen, und in Gewächshäusern überwintert,wo er dann gehörig cultivirt und beschnitten in voller Nlüthe einen überausschönen und angenehmen Anblick gewährt.
Die Wurzel ist holzig, der Stamm baumartig und rauh, die Aeste sindwinklig, mehr glatt und mit einer röthlichen Rinde bedeckt. Die Blättersind gegenüberstehend und abwechselnd, längli^-lancettförmig, sehr glatt, hell-glänzend grün, Die fast aufsitzenden, brennend hochrothen Blüthen stehengewöhnlich einzeln zwischen den Blättern und zuweilen an den Enden derZweige zu 2, 3 oder 4 zusammen. Der Kelch ist bleibend, «inblättrig, dieBlumenkrone fünf- oder sechsblättrig, die Blätter rundlich, aufrecht abstehend,welleuförnlig, in kleine unordentliche Falten gelegt und im Kelche befestigt;mehr als 20 Staubfäden, die längliche Staubbeutel tragen, einen unten fest-sitzenden Fruchtknoten mit einfachem Griffel, welcher so lang ist, als dieStaubfäden, und eine kopfförmige Narbe hat. Die braunröthlichen, runden,mit einer lederartigen Haut überzogenen Früchte sind von verschiedener Größe,oft bis zu der einer Pomeranze, welche in 8 —10 Fächern eine große An-zahl eckiger, länglicher, lebhaft rother Saamen enthält. Das saftige rotheFleisch der reifen Früchte hat einen leicht weinigen Geruch und angenehmsäuerlichen Geschmack.
Dieser schöne Baum blüht im Juli und August, trägt aber bei unskeine Früchte.
Die frischen Schalen sind gelblichrhthlich, inwendig gelb, die trocknenbraunröthlich, innen gelb, hart, öfters zerbrochen, gebogen, runzlig, etwasdurchscheinend, liniendick. Die Abkochung giebt mit Eisenvitriol eine schwarzeFarbe. Reuß (Grindel Jahrb. b. PH. 1810. S. 142.) giebt folgende Be-standtheile an: Tannin 60; Schleim 74; Harz 2; oxydirtes Tannin undVerlust 11; Ettract 47; Gallussäure eine Spur.
Die Granatäpfelschale wird gewöhnlich nur äußerlich als adstringirendesMittel in der Abkochung verordnet; in den Ländern, wo der Baum einhei-misch und häufig ist, wird sie auch zum Gerben angewandt.
^ Die Granatwurzelrinde ((^ni-t. railioi» Ll-almtorum) ist von Dr.Gomez, Leibarzt des Königs von Portugal, als ein vortreffliches Mittelgegen den Bandwurm empfohlen worden, Sie muß von dem wilden Baumegenommen werden, sorgfältig von dem holzigen Nheile gereinigt und wohlgetrocknet seyn. Ihre Farbe ist außen aschgrau, innen gelb; benetzt man