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1 (1828) Einfache Mittel
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Rinde, wie sie jetzt im Handel vorkommt, von der 6«<,N><i)'» ine^ml« 8«-.als von 6. 8ui-i»ilme»8i« abstamme, und mich Hr. Vatka hat mir schrift-lich seine Zweifel über diesen Gegenstand mitgetheilt und er ist gleichfalls ge-neigt, die surinamische Rinde der LeuNro^ll iüermi« zuzuschreiben.)

Die erste Nachricht von dieser Rinde ertheilte Macali, ein amerika-nischer Priester, der zugleich Arzt war, im Jahr 1770.

Das über diese Rinde abgezogene Wasser hat einen faden Geschmack,ist ein wenig weiß trübe, doch ohne eine Spur von Oel, und riecht wider-lich. Der wäßrige Auszug sieht rothbraun aus, schmeckt ekelhaft, herb bit-ter und trübt sich beim Erkalten. Um alles Auszugsfahige auszuziehen,muß man die Rinde wenigstens mit 16 — 24 Theilen Wasser zwei Stundenkochen. Nach Von dt liefern 8 Unzen Rinde 10 Quentchen wäßriges herb-bitteres, honigdickes, gelbrothcs Extract. Beim Einkochen desselben willer den Geruch nach bittern Mandeln bemerkt haben, und er erhielt dabeinoch 3 Quentchen, wahrscheinlich harzige Theile, in abgenommenen Häuten.Mit Weingeist erhielt er aus einer gleichen Menge eine dunkelrothe Tinctur,welche ein Quentchen und 24 Gran zerreibbares bitterschmcckendes Harz lie-ferte. Trommsdorff (I. I. 2. S. 123.) kochte 4 Unzen Rinde wieder-holt mit Wasser, wodurch sie eine halbe Unze verlor; durch nachherige Be-handlung mit Alkohol verlor sie noch ein Quentchen, die 3 Unzen 3 Quent-chen holziger Rückstand gaben verbrannt 40 Gran Asche, die aus Kali,schwefe'.s. und salzs. Kali, Kalk und Kieselerde bestand.

vr. Hüttenschmidt (aus dessen Inaugural-Dissertation in Geiger'sMagazin ll. 7. 1824. S. 283.) erschöpfte die Rinde mit heißem Weingeist.Der geistige Auszug roch anfangs chinaartig, beim Abdampfen nach Pflau-menkernen. Wasser schied eine braune Substanz aus, die sehr viel Aehnlich-keit mit Pelleti er's Ehinaroth hatte, und von dem Verf. oxndirter Ger-bestoff genannt wird. Beim Erhitzen entwickelte sie ammoniakhaltige Däm-pfe, die davon befreite Flüssigkeit wurde mit Bleiessig versetzt und der be-trachtliche fleischfarbene Niederschlag mit Hydrothionsäure zerlegt. Das er-haltene Schwefelkali wurde mit absolutem Alkohol gekocht, welcher Schwefeldaraus aufnahm, der beim Verdampfen in zarten Krystallen erhalten wurde.Die vom Schwefelblei absiltrirte wäßrige Lösung enthielt eisengrünenden Ger-bestoff und Aepfelsäure. Von der Flüssigkeit, welche mit Bleicssig behandeltwar, wurde der Bleigehalt durch Hydrothionsäure entfernt, und hierdurch dereigentlich wirksame Bestandtheil der Rinde (mit Essigsäure verbunden?), Su-,<i,amin, Surinamstoff, erhalten. Es krnstallisirt aus der wäßrigen Lösungin einer glänzenden, weißen, voluminösen, baumwollenarngen Masse, ist ge-schmacklos, in Wasser und Weingeist löslich; die Lösung reagirt weder aufLackmus- noch auf Kurkumepapier. In der Hitze bläht es sich stark auf,verbleitet einen süßlichen empyreumatischen Geruch, und entwickelt ammoniak-haltige Dämpfe; die Kohle verbrennt ohne Rückstand. In wäßrigem Kalilöst es sich leicht mit brauner Farbe auf; mit Sauren geht es krystallisirbareVerbindungen ein.l. 28