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1 (1828) Einfache Mittel
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tiooNrov» 8urin5inon8i8

scharf unb bitter schmeckendes, nach Enzian riechendes, mit ein wenig flüch-tigem Oele verbundenes Weichharz und etwas Hanharz.

Das Gentianin äußert keine giftigen Wirkungen, es erregt außer dembittern Geschmack« nur ein leichtes Gefühl von Hitze im Magen.

In der Medicin dient die Gentiana als ein magenstärkendes, tonischesund Fiebermittel und wird schicklich im wäßrigen und weinigen Aufgüsse, inder Tinctur oder im Ertract, weniger paffend, wegen der über ^ betra-genden Holzfaser, in Pulverform verordnet.

l^eaffrnv» 8lirinmnen8i8. Die Rinde. Geoffräenrinde.tlouffro^ll 8uilnamen8l8 I^Inn. Ein im südlichen Amerika

hausiger Baum.

Eine dicke Rinde, außerhalb, wo sie oft mit grauen Lichenenbedeckt wird, braunschwärzlich, innerhalb faserig, bräunlich, vonbitterlichem herbem Geschmacke.

Es giebt zwei Arten Geoffräcnrinde, nämlich die surinamische und diejamaikanische, welche nachstehenden Pflanzen zugeschrieben werden.

6euff,'<,)?k »urinamen«!» Nnnclt. Der sunnamische Wurmrindenbaum.Sunnamische Geoffrüa. Sunnamische« Kohlbaum.

I^inn. cl. XVIl. 0>2<lelpl»i<». Nrö. 4. vee»nälil».^u«». Ol. XIV. Nr6. II. I^ez<imino82e.

Das Vaterland dieses Baumes ist Surinam, wo er die höher liegendenWalder und einen sandigen Boden liebt. Der Stamm wird mehrere Klaf-ter hoch, einige Spannen dick, unb ist mit einer glatten Rinde bekleidet.Seine Aeste sind zahlreich, lang und abstehend. Das Holz ist fest, gelblich-braun. Verwundet ergießt sich aus ihm ein harziger rother Saft. DieBlätter sind ungleich, vierpaarig-gcfiedert; die Fiederblättchen ungefähr 2 Zolllang und einen Zoll breit, oval, oben dunkelgrün, glänzend, unten blaß-grün. Die Blüthen bilden ansehnliche, aufrechte, zweitheilige, sehr ästigeTrauben, sind Hochroth, geruchlos, aber reich an Honig. Der Kelch glocken-förmig glatt, die schmetterlingsförmige Blumenkrone dreimal langer als derKelch.

Die frische Rinde kommt nach Bondt in ziemlich schweren, ungefähreinen Fuß langen und einige Linien dicken Stücken, doch verschieden nach derVerschiedenheit des Alters des Baumes oder der Aeste, von denen sie genom-men ist, vor. Sie ist gewöhnlich mit grauen Flechten bedeckt, welche die rotheFarbe der Epidermis verhüllen; unter dieser erscheint die Rindensubstanz fa-serig, zähe, aber dicht, rostfarbig mit dunklern oder Hellern Stellen ge-mischt. Auf dem Querschnitte ist sie glänzend, das Pulver derselben ist blaßzimmtfarbig. Die Rinde besitzt im frischen Zustande einen unangenehmenGeruch, der sich bei dem Trocknen verliert; der Geschmack ist schwach bitter,envas herb und kräftiger in der innern (Bast-) Lage der Rinde. (Nees v.Esenbeck hält es für wahrscheinlicher, daß die sogenannte surinamische