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sitzend an der Spitze der jungen Zweige. Die Früchte sind 14 Zoll lang,glatt, mit einem kleinen Spitzchen endigend.
Durch den Stich eines Insects (C^mp» Huei-ou» lulii Unn., vipln.l«pi« T»Ua« tinctoi-we l»b.) entstehen auf dieser Pflanze die Gallapfel.Das Weibchen dieser Gallwespe hat nämlich einen vorstehenden Legestachel,mit dem es die Rinde des Blattstiels durchbohrt, um seine Eier hineinzule-gen, und bald bildet sich durch den Ausfluß der Pflanzensäfte rundum einAuswuchs. Die so eingeschlossenen Gier, hierdurch gleichsam gebrütet, schlüpfenaus, und gehen alle ihre Verwandlungsstufen bis zum Zustande des voll-kommenen Insects durch, worauf sie ihr Gefüngniß durchbrechen und davonstiegen. Stirbt da« Insect, ehe es ganz verwandelt ist, so bleibt der Gallapfelundurchbohrt.
Die beste Sorte Galläpfel sind die schwarzen (6allas nl^r»«) die, be-vor sie das Insect durchbohrt hat, in der Mitte des Monats Juli gesam«melt werden. Sie sind rund, von verschiedener Größe, mehr oder wenigerhöckerig, dunkel, grünlich oder gelblichgrau, schwer und von dichterem Gefüge,gleichsam mit einem festen braunen Kerne angefüllt. Man schätzt besondersdie, welche in dem Innern von Natolien bei Aleppo (daher Aleppische Gall-äpfel), Smyrna, Magnesia, Rara-nissar und Diarbekir wachsen. Wenigerreich sind die sogenannten weißen Galläpfel (6»U»e »Id»«). Es sind diejeni-gen, die erst spater, nachdem das Insect herausgekrochen ist, gesammelt wer-den; sie sind viel leichter, von gelblichweißer Farbe, mehr glatt, von weni-ger dichtem Gefüge.
In Frankreich und Oestreich wird noch eine andere Art von Galläpfelngesammelt von Huereu» Oei-ri», die aber bei uns selten in den Handelkommen. Diese sind von gelblichröthlicher Farbe, einer fast ebenen glattenOberfläche, und meistens durchlöchert. Auch von unserer inländischen Loheiche(Huerous Kudur und H peöunculata) werden die auf den Blättern fest-sitzenden Galläpfel gesammelt; sie sind von weit geringerer Güte, haben eineschöne rothe Farbe, ein äußerst lockeres und schwammiges Gewebe, undschrumpfen sehr beim Trocknen zusammen Solche Auswüchse kommen auchan den Kelchen der Eicheln von unregelmäßiger Gestalt vor, und diese letz-teren, welche sich vorzüglich auf der Kieleiche erzeugen, und besonders ausUngarn, Mähren und Böhmen gebracht werden, führen den Namzn Knop-pern, sie dienen zum Schwarzfärben, können auch zur Linte benutzt werden.
Die Galläpfel gehören zu den stärksten adstringirenoen Arzneistoffen.
Der concentrirte kalte wäßrige Aufguß der pulverisirten levantischen Gall-äpfel hat eine gesättigt braungelbe Farbe, im reflectirten Lichte spielt seineFarbe etwas ins Bläulichgrüne; er hat einen äußerst herben, zusammen-ziehenden, Hintennach süßlichen Geschmack und eigenthümlichen Geruch. Dieletzten Aufgüsse der Galläpfel, wenn diese wiederholt ausgelaugt werden, sindnach Deyeux grün, ihre Farbe wird durch Säure geröthet, durch Kalk-wasser und Laugensalze erhöht, und sie haben weiter keinen zusammenziehen-den Geschmack. Dauy, der dieses »ollkommen bestätigt fand, hielt diese letzten