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1 (1828) Einfache Mittel
Entstehung
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(Abbildung und Beschreibung dieser Pflanze vom Hr. Prof. Dierbachfindet sich in Geiger's Magazin, Mai 1826. S. 113.)

Zum ossicinellen Gebrauche wird die ganze Pflanze mit der ersten Blüthceingesammelt. Sie hat einen bitter« etwas scharfen Geschmack, der bei dergetrockneten merklicher salzigbitter ist. Der ausgepreßte Gast dieses Krautesenthalt ziemlich viel Eiweißstoff, bittern Extractivstoff und salzsaures Kali,das beim Eindicken anschießt.

Merk (Trvmmsd. I. XX. 2. S. 16.) giebt als BestandtheiU des ausfrisch ausgepreßtem Safte bereiteten frischen Ertracts an: eine besonderethierische Substanz (Eiweißstoss?); Ertractivstoff; Schleim; weinfteinsau-ren Kalk; salzsaures Kali; schwefelsauren Kalk; grünes Satzmehl; Feuch-tigkeit. Im rückständigen Kraute befand sich: Ertractivstoff, schwefels. undsalzs. Kalk; schmieriges Harz; Holzfaser; ein besonderer thierischer Stoff,nach dem Einäschern Phosphors. Kalk und schwefels. Kali liefernd.

Beim Trocknen verliert das frische Kraut 2,. Es giebt ^ wäßriges und^ geistiges Eftract, welches letztere viel bitter« ist.

Der Erdrauch wird als auflösendes und Magenmittel in der Abkochung,im Ertracte oder auch im frisch ausgepreßten Safte gebraucht.

<F»!anß». Die Wurzel. Galgantwurzel.

Eine unbekannte in China einheimische Pflanze. ^

Eine walzenrunde Wurzel (Wurzelstock), von der Dicke einesFingers, geringelt, außen braunrot!), innen rechlich, von schar-fem bitterlichem Geschmacke und gewürzhaftem Gerüche.

Als Mutterpflanze der Galgantwurzel wird bezeichnet:

^lpinill, Lai-rnZÄ lloxd. Die Galgantalpinie, Galgantpflanze.

Maruntl» <3»l2nA-l 1_>inn.

I^inn. Ol. I. ^lunllnclri». Nrc!. I. HloiwA) ni2.5»««. cl. IV. c»r»l. 2. c»in,ae.

Diese Pflanze ist sowohl auf dem festen Lande als auf den Inseln Ostin-diens einheimisch, und soll auch in China und Cochinchina vorkommen.

Aus einer perennirenden kriechenden, knolligen, mit starken Fasern versehe-nen Wurzel von aromatischem Gerüche und Geschmacke erheben sich krautar-tige, runde, glatte, 4 6 Fuß hohe Stengel. Die Blätter, welche mitihren Scheiden den untern Theil des Stengels bedecken, sind breit lancettför-mig, 12 24 Zoll lang und 46 Zoll breit. Die blaßgrünlich-weißenBlüthen bilden an der Spitze des Stengels eine ansehnliche, aufrechte, spar-rige Rispe. Der Kelch ist walzenförmig, weiß; die Blumenkrone rachenför-mig, fünftheilig, mit offnen, wechselsweise stehenden Lippen. Roxburghgiebt an, daß auch die Wurzeln von Hlpinia nutan« K»8ec»e bisweilen alsGalgantwurzel versendet würden. Ehemals leitete man die Galgantwurzelvon Xäemptßiil» Lalan^-r I^im,. her; allein nach Banks ist die Wurzeldieser Pflanze den londoner Droguisten völlig unbekannt.