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1 (1828) Einfache Mittel
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Gebräuchlicher sind die Senkwagen, welche den Alkoholgehalt gleich nachProcenten anzeigen, und gewöhnlich findet sich auf guten Senkwagen derProcentsatz nach Richter und nach Tralles neben einander angegeben.Stets muß aber der Temperaturgrad, bei welchem die Scala gefertigt wor-den, und der gewöhnlich 12,5 ° R. ist, beobachtet werden, da bekanntlichdie Körper durch die Wärme ausgedehnt, durch die Kälte aber zusammenge-zogen werden, mithin auch die weingeisthaltende Flüssigkeit in der Wärmespecifisch leichter werden, und einen größern Gehalt an Alkohol anzeigenwird, als sie wirklich hat, bei der Kälte aber das Entgegengesetzte erfolgenmuß. In solchen Fallen muß daher die Flüssigkeit entweder auf den gehöri-gen Temperaturgrad gebracht, oder das gefundene Resultat hiernach berech-net werden.

Die gewöhnlichen Branntweinproben geben nicht hinlänglich genaue Re-sultate, und sind daher nicht zum Gebrauche für die Pharmaceuten geeignet.

Der Kornbranntwein als solcher findet in der Medicin, zuweilen zu äu-ßerlichen Mitteln, nur selten Anwendung, desto unentbehrlicher ist er aberdem Pharmaceuten, um daraus Weingeist von verschiedener Stärke zu be-reiten, wovon gehörigen Orts die Rede seyn wird.

k'umaria. Das Kraut. Erdrauchkraut,lumaiia <Mcm»Ii8 I^inn. Eine einjährige zwischen Garten-kräutern und Saaten häufige Pflanze.

Das blühende salzigbittere Kraut, mit graugrünen zusammen-gesetzten Blattern, die letzten Einschnitte oval, mit rothen Blu-men. Im Mai und Juni einzusammeln.

?um2ii» nNioinali» Qinn, Der gemeine Erdrauch.I.inn. c>. xvu. vwclelpnw. 0l<i. 3. lleximclri».^U8«. l)l. Xlll. Urs. 8. ?»p»vera«e2«.

Di:se durch ganz Deutschland, überhaupt durch ganz Eurosin häufigePflanze findet sich auf Aeckern unter dem Getreide und auf Brachäckern. IhrStandort zeigt fetten Boden an.

Die weißen, zaserigen, länglichen Wurzeln treiben aufrechte, auch nieder-liegende, dünne, zarte, weitschweifige glatte Stengel, die eckig, saftig, sehrästig, graulichgrün und 8 IN Zoll, auch drüber, hoch sind. Die vielfach zu-sammengesetzten Blätter sind glatt, abwechselnd, dünngestielt, saftig und weich;die kleinen Blattchen sind eingeschnitten und von matt bläulichgrüner Farbe.Die Blüthen bilden an den Seiten und an der Spitze der Stengel aufrechte,lange lockere Trauben; sie sind kurzgestielt, und von purpurröthlicher, auchweißer Farbe. Der Kelch besteht aus 2 Blättchen; die Krone ist länglich,röhrig und unregelmäßig. Sie hat 4 ungleiche Blumenblätter, dem Anscheinenach wie bei den Schmetterlingsblumen gestaltet.

Die Blüthezeit ist Juni bis September.