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1 (1828) Einfache Mittel
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bis 1,1l3, einen eigenthümlichen Geruch, d« völlige Aehnlichkeit mit denAusdünstungen eines Ameisenhaufens hat, und sich merklich vom Gerücheder concentrirten Essigsaure unterscheidet, und einen merklich weniger saurenGeschmack, als die reine Essigsaure; sie gefriert auch in den höchsten Kälte-graden nicht, und erfodert zur Neutralisirung eine geringere Menge Salzba-sis, als eine Essigsäure von gleichem specifischen Gewichte. D ober ein er(Zur pneum. Chemie. III. 1822. S. 32 u. 61.) hat die Ameisensäure künst-lich dargestellt: ein Gemenge von Weinsteinsäure oder Weinsteinrahm, schwar-zem Manganoxyd und Wasser wird erhitzt; es entwickelt sich unter starkemAufbrausen Kohlensäure, und «ine flüssige Saure geht über, die wirklichAmeisensäure ist. Wird Schwefelsäure zugesetzt, so wird die Wemstemsäurevollständig in Kohlensäure, Wasser und Ameisensäure zersetzt, und das Pro-duct der letzteren 'Säure vermehrt. Die besten Verhältnisse sind 2 Th.Weinsteinsäure, 5 Th. Manganperoxyd und 5 Ty. Schwefelsäure, mit demdoppelten Betrage ihres Gewichtes an Wasser verdünnt. Die Ameisensäurebetrachtet Döbereiner als eine Verbindung von 4 Naumtheilen Koh-lenoxyd mit 2 Naumtheilen Wasserdamvf (00 ^- U0).

Außer dieser eigenthümlichen Säure enthalten die Ameisen auch nochAepfelsäu«, fettes und flüchtiges Oel, Gallerte, vielleicht auch Harz. Dasätherische Oel hatte schon Neu mann entdeckt, welches später auch Marg-graf durch Destillation der Ameisen mit Wasser, auf diesem schwimmend,erhielt; er fand es in gewöhnlichem rectificirten Weingeiste unauflöslich, vongar keinem hitzigen Geschmacke und dabei ganz besonderm Gerüche. Aus demRückstande, von welchem das Flüssige getrennt worden, erhielt er noch durchAuspressen ein fettes Oel. Dieses riecht etwas nach Ameisen, hat eine braun-röthliche Farbe, ist durchsichtig, verdickt sich aber in der Kälte, wird dannundurchsichtig, und verhielt sich übrigens ganz wie alle andern fetten Oele.

In der Medicin werden die Ameisen bloß zur Bereitung des Ameisen-spiritus gebraucht, wozu sie lebendig und von den Unreinigkeiten möglichstbefreit angewandt werden müssen; sonst werden sie auch bisweilen zur Berei-tung eines Bades für einzelne gelähmte Gliedmaßen benutzt.

5 I?l»xinu8. Die Rinde. Eschenrinde. Hocheschenrinde.

Lr»xinu» excel3ior I^inn. Die gemeine Esche.I^inn. ci. XXIII. r«I^2ini». «. 2. vioeei».^U88. Ol. Vlll. n»ä. 4. ^^8mine»e.

Dieser Baum wächst durch ganz Europa, häusig in Deutschland, auchim nördlichen Asien, und macht als Zierde unserer Wilder den höchsten Bäu-men den Rang streitig. Mit Schnelligkeit wächst die Esche aus dem Grundeder Nhäler bis zum Gipfel der Berge, erreicht zuweilen eine Höhe von 130Fuß, und wird 2ZUN Jahre alt. Ihre Nähe ist jedoch allen Vegetabilienschädlich und verderblich, welches man den giftigen Ausflüssen ihres ?aubeszuschreibt. Die spanischen Fliegen pflegen aber auf diesem Baume sich sehrhäusig einzufinden.